Henry Fool

1997

Start16.04.1999

Henry Fool, die Geschichte vom maulfaulen Müllmann, in dem ein großer Poet steckt, ist Hal Hartleys opus magnum, die endgültige Verklärung seines Lieblingsschauplatzes Long Island zum Lebensraum der Spinner, der Außenseiter und der wahren Menschlichkeit, und es ist zugleich die Widerlegung aller Vorurteile gegen sein in Grund und Boden gefeiertes Independent-Kino. Witz paart sich hier mit Hintersinn, Lakonie mit Poesie. Souverän und makellos ist die Inszenierung, und auch als Erzähler war Hartley seiner Sache nie so gewiß. James Urbaniak als Ex-Müllmann, der zum Rimbaud des Internet aufsteigt, und Thomas Jay Ryan als Verlaine-Verschnitt, der Lehrer-Verführer, der überflügelt wird, sind starke, unverbrauchte Darsteller, die den Film geradewegs in die Dimension des magischen Geheimnisvollen tragen.
(Brigitte Desalm, Kölner Stadtanzeiger)

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