HERRLICH MUSKELLOSER HELD

Leider geht der Humor des Films meist am Stock. Immerhin, am Ende darf seine Tochter über ihren neuen Freund sagen: "Papa, den bitte nicht erschießen, den mag ich."

Musste er noch im ersten Teil binnen 96 Stunden seine Tochter finden und haufenweise Menschen erschießen, so rächen sich jetzt die Verwandten der haufenweise Erschossenen. Und zwar in Gestalt einer albanischen Gangstertruppe, die nun alle: also Vater, Mutter und Kind entführen und ermorden wollen. Im Erstschlag gelingt ihnen das nur mit Vater und Mutter, worauf die Tochter angehalten ist, diese zu befreien. Sie lernt dabei nicht nur Autofahren, sondern auch hörsturzgefährdend Handgranaten wegwerfen. Auf dass ihr Vater anhand der Detonation abschätzen kann, wie weit sie noch von ihm entfernt ist.

Der geradlinige Actionfilm ist blutig und inhaltlich ein wenig blutleer. Zumindest in seiner Ideologie der Selbstjustiz aber weniger dubios als sein Vorgänger: Am Ende will man sogar Frieden schließen. "Transporter 3"-Regisseur Olivier Megaton macht Istanbul jedenfalls zum eindrucksvollen Hauptdarsteller: Dächer, über die man flüchten kann, der Markt, die engen Gasse, die man durchrasen kann, sind Schauplätze des Actionglücks.

KURIER-Wertung: *** von *****

96 Hours - Taken 2

96 Hours - Taken 2

F 2012

Taken 2

Drama, Krimi, Action
12.10.2012
Olivier Megaton
Bryan Mills wird von einem rachsüchtigen Albaner gemeinsam mit seiner Frau entführt und benötigt für die geplante Flucht die Hilfe seiner Tochter.
6.30

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