ILLEGALE AUS EINEM VERGESSENEN LAND

Fernsehmann Ed Moschitz hat mit seinem ersten Kinofilm eine Doku über moldawische Frauen gedreht.

Was sagt ein Kind seiner Mama am Telefon, wenn die schon jahrelang weg ist? – Nichts. Es gibt nicht mehr viel zu sagen. Zu fremd ist diese Frau geworden, zu dick der Schutzpanzer, den sich das verlassene Kind zugelegt hat.

Die Szenen, in denen Aurica, Raia und Natasa versuchen, via Skype oder Telefon mit ihren Lieben daheim in Kontakt zu bleiben und dabei oft scheitern, sind wohl die traurigsten dieses Films. Dass sich die Frauen dabei beobachten lassen, ist mutig.

Überhaupt ist die schonungslose Offenheit ein wesentliches Qualitätsmerkmal: Wie die Verzweiflung der zerrissenen Familien durchbricht; wie die Frauen beim Heimatbesuch schockiert sind von der Rückständigkeit der Dörfler; wie die westlichen Arbeitgeber die Frauen demütigen.

Eine berührende Dokumentation über Illegale aus einem vergessenen Land, die in der Fremde ihr Glück suchen und meist nur Kummer finden.

Mama illegal

Mama illegal

A 2012
Dokumentation
28.09.2012
Eduard Moschitz
Sie gaben den Schleppern ihr Vermögen und riskieren auf ihrer Reise über die Grenzen ihr Leben: Drei Frauen aus einem kleinen moldawischen Dorf, die nun in Österreich als Putzfrauen arbeiten.
7.60

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