Intentions of Murder

 1964

Akai Satsui

film.at poster

Der Kulminationspunkt von Imamuras erster Werkphase: eine Tragikomödie vom teilnahmslosen, unbedankten Leben der Ehefrau Sadako, die das Kind ihrer Vorgängerin aufzieht, als wäre es ihr eigenes. Als ein Dieb in ihr Haus eindringt und sie vergewaltigt, beginnt eine unwahrscheinliche Affäre: Er verliebt sich, will sie zur Flucht nach Tokio überreden, wofür sie allerdings die Sicherheit ihres ereignislosen Lebens aufs Spiel setzen müßte. Die Protagonistin von Intentions of Murder triumphiert letztlich durch Passivität, ihre geistlose Existenz macht sie zu einer Naturgewalt, gleich dem Schnee, der ihr im Finale unerwartet zu Hilfe kommt. Imamuras ganze Sympathie gilt der Monumentalität dieses bloßen Seins: Seine quasi-wissenschaftliche Erzählhaltung, eine prekäre Balance aus Distanz und Direktheit, mündet ins Eingeständnis des eigenen Scheiterns, Sadakos Essenz einzufangen.
(Filmmuseum)

Details

Masumi Harukawa, Ko Nishimura, Shigeru Tsuyuguchi
Shohei Imamura
Imamura, Keiji Hasabe nach einer Geschichte von Shinji Fujiwara;

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