Irish Films

 
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In diesem Jahr weitet das irische Festival das Angebot aus und richtet den Blick auf unterschiedliche Themen aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ken Loachs preisgekröntes Historiendrama über den tragischen Kampf um Freiheit, der in einen Bürgerkrieg mündet, Tom Collins einfühlsame Abhandlung zu einem zentralen irischen Topos, Identität und Existenz im Exil und darüber hinaus zwei Filme mit Protagonisten auf der Flucht, einmal in Lance Dalys bewegender Geschichte von zwei Kindern die häuslicher Gewalt und Tristesse in einer Vorstadt Dublins entkommen wollen und im Kurzfilm "Joyriders" ein zehnjähriges Mädchen, das sich in ihre Vorstellungswelten davonstiehlt.

AM MITTWOCH, 16.03. / 21 Uhr

The Wind That Shakes the Barley
R: Ken Loach - IRL 2006, 127 min, 35mm, OmU
Der junge Arzt Damien (Cillian Murphy) schließt sich der Widerstandsgruppe seines Bruder Teddy an, um 1920 für die Unabhängigkeit Irlands zu kämpfen. Nach einem umstrittenen Friedensvertrag wird aus dem Guerillakrieg ein Bürgerkrieg, die innere und äußere Zerrissenheit macht auch vor dem Brüderpaar nicht halt. Gewinner der goldenen Palme in Cannes 2006.
Ken Loach, Britanniens unbeugsamster Einzelkämpfer für ein sozialrealistisches Kino, der in seinem 70. Lebensjahr mit "The Wind That Shakes the Barley" in Cannes die Goldene Palme gewonnen hat, schenkt seinem Publikum nichts: nicht die Grausamkeiten, nicht das notwendige Pensum an Parteienstreit, nicht die Rhetorik der Leidenschaft. Sein Film ist eine breitangelegte, sehr didaktische und doch pathetisch bewegende Lektion über die Fatalität des Faktischen, über den Untergang schöner Hoffnungen im Blut und Dreck der Realität. (Jenny Urs, Der Spiegel)

AM SONNTAG, 20.03. / 18 Uhr

Kisses
R: Lance Daly - IRL 2008, 72 min, Beta SP, engl.OV
Kylie lebt mit seinen fünf Geschwistern und seiner überarbeiteten Mutter in einer sozialen Wohnanlage am Rande von Dublin. Nebenan wohnt Dylan, der unter den Gewaltausbrüchen seines Vater leidet. Nach einer erneuten Eskalation beschließen Dylan und Kylie abzuhauen. Gemeinsam laufen sie weg, in die Stadt der Lichter und Versprechungen, wo sie Dylans verschollenen Bruder, Abenteuer und Freiheit suchen. Beeindruckend die Leistung der Laiendarsteller Kelly O`Neill and Shane Curry als Kylie und Dylan.

Joyriders
R: Rebecca Daly - IRL 2006, 15 min, Beta SP, engl.OV
Als die zehnjährige Kylie mit ihrem Kummer kämpft, entdeckt sie, dass die Vorstellung die Realität überwinden kann.

AM SONNTAG, 20.03. / 20 Uhr

Kíngs
R: Tom Collins - IRL 2007, 88 min, engl./gäl.OV (tw.OmU)
Der Film erzählt von einer Gruppe von Freunden, die in den späten 70ern nach England ausgewandert ist, um eines Tages reich und erfolgreich nach Hause zurückzukehren. 25 Jahre sind vergangen, als sie sich treffen, um den Jüngsten und Vielversprechendsten von ihnen zu Hause auf seinem letzten Weg zu begleiten. Jackie wurde von einem Zug mitgerissen, doch die Freunde müssen sich der bitteren Realität stellen, dass es wahrscheinlich kein Unfall war. Tom Collin´s einfühlsames Portrait der Isolation von Migranten auf der Suche nach Heimat, war Irlands Beitrag für den Auslands-Oscar 2008.

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