Karl Valentin 2: Kurzfilmprogramm

 
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KARL VALENTINS HOCHZEIT D 1913
REGIE Karl Valentin
MIT Karl Valentin, Georg Rückert, Liesl Karlstadt
PRODUKTION Kopp-Film
LÄNGE 9 Minuten
FORMAT 35 mm, s/w

DIE LUSTIGEN VAGABUNDEN D 1913
REGIE, BUCH Karl Valentin
MIT Karl Valentin
PRODUKTION Iris-Film
LÄNGE 5 Minuten
FORMAT 35 mm, s/w

DER NEUE SCHREIBTISCH D 1913
REGIE, BUCH Karl Valentin
MIT Karl Valentin
PRODUKTION Peter Ostermeier
LÄNGE 10 Minuten
FORMAT 35 mm, s/w

MYSTERIEN EINES FRISIERSALONS D 1923
REGIE Erich Engel, Bertolt Brecht
BUCH Erich Engel, Bertolt Brecht, Karl Valentin
MIT Karl Valentin, Blandine Ebinger, Erwin Faber, Carola Neher, Liesl Karlstadt, Hans Leibelt, Max Schreck, Georg Koch, Josef Eichheim
PRODUKTION Dr. Koch (Kupro Film, München)
LÄNGE 25 Minuten
FORMAT 35 mm, s/w

KARL VALENTIN ALS MUSIKAL-CLOWN D 1929
REGIE Karl Valentin
LÄNGE 9 Minuten
FORMAT 35 mm, s/w

Mit Dank an das österreichische Filmmuseum
Gesamt-Länge: 58 Minuten
Live-Musik: Gerhard Gruber

»Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.« - Auf dieses Fundament bauen Valentinaden. Obwohl sein Werk der Nachwelt vor allem durch Tondokumente überliefert ist, zählte Karl Valentin auch zu den Stummfilmpionieren Deutschlands. In der Skizze Mein Filmpech schildert er sich 1912 als ersten Münchner Filmproduzenten, dessen Atelier »in einem Käselager des Kaufmanns Bernbichler in der Pfisterstraße im Rückgebäude direkt am Platzl neben dem Hofbräuhaus« lag. Nach einem halben Jahr bezeichnet er sich bereits als vorerst bankrott.
Ohne die Möglichkeit, sich verbal auszudrücken, setzt er auf seine pantomimischen Fähigkeiten. Wenn er in KARL VALENTINS HOCHZEIT ohne Überzeugung geheiratet wird, bleibt nur das Chaos einer Hochzeitsfeier, um die Sache zu bereinigen. Wenn der Komiker zum Gesetzeshüter wird, muss die Exekutive stets darunter leiden. In DIE LUSTIGEN VAGABUNDEN erweist sich Valentin demnach als völlig unfähig, Vagabunden hinter Schloß und Riegel zu bringen. Exemplarische Komik Valentin'scher Empfindung ist DER NEUE SCHREIBTISCH. Als der Sekretär bemerkt, dass sein neues Pult zu hoch ist, kürzt er die Beine in stets ungleicher Länge. Auf dem Weg nach unten wird aus dem Pult ein Schreibtisch, nach Ende aller Kürzungsmöglichkeiten muss sich der Schreibende noch ein Loch in den Boden bohren, um unter die Tischplatte zu kommen. 1923 arbeitet Valentin mit dem jungen Bertolt Brecht zusammen an MYSTERIEN EINES FRISIERSALONS. »Der Film kommt nicht zur Aufführung«, schreibt Thomas Brandelmeier, »da Valentin in Wien eine unbekannte frankoitalienische Groteske ähnlichen Inhalts sieht und die Aufführung verhindert. Brecht kann dem soliden Handwerker den Unterschied zwischen Plagiat und Neudichtung nicht vermitteln. Denn der Film ist mehr als eine Groteske, er ist ein groteskkomisches Pendant zu Grosz, Dix oder Beckmann.« (gk)

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