Das Massaker von Katyn

 Polen 2007
121 min.
7.00
Das Massaker von Katyn

1939, Beginn des Zweiten Weltkriegs: Sowjetische wie deutsche Truppen fallen gleichermaßen in Polen ein.

Tausende polnische Offiziere, Soldaten und Intellektuelle werden festgenomment. Ein Teil der Gefangenen wird einige Monate später auf Entscheidung Stalins hin von den Sowjets in einem Massaker bei Katyn erschossen und verscharrt. Die Sowjetunion weist die Schuld von sich und macht die deutsche Regierung dafür verantwortlich. Erst Jahrzehnte später wird das Verbrechen aufgeklärt. Nach dem Krieg warten unzählige Frauen auf die Rückkehr ihrer Männer - doch vergebens.

1939, Beginn des Zweiten Weltkriegs: Sowjetische wie deutsche Truppen fallen gleichermaßen in Polen ein. Sie nehmen Tausende polnische Offiziere, Soldaten und Intellektuelle fest, um sie in Lager abzutransportieren. Im Jahr 1940 werden auf Entscheidung Stalins hin unzählige Gefangene in einem Massaker in einem Wald nahe des polnischen Dorfes Katyn erschossen und verscharrt. Als die Wehrmacht drei Jahre später die Massengräber entdeckt, nutzt sie das sowjetische Massaker zu Propagandazwecken. Die Sowjetunion weist die Schuld von sich und macht die deutsche Regierung dafür verantwortlich. Erst Jahrzehnte später wird das Verbrechen aufgeklärt.
"Das Massaker von Katyn" handelt sowohl von den polnischen Gefangenen als auch von ihren Angehörigen. Es geht um den unerbittlichen Kampf für die Wahrheit und das Gedenken an die Opfer. Nach Ende des Krieges warten massenweise Frauen vergebens auf die Rückkehr ihrer Männer. Viele kleine Erzählstränge dienen exemplarisch als Demonstration der verschiedenen Einzelschicksale.

Details

Maja Ostaszewska, Artur Zmijewski, Andrzej Chyra, Jan Englert
Andrzej Wajda
Pawel Edelman
Andrzej Mularczyk, Andrzej Wajda

Kritiken

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User Kritiken

  • Späte Aufklärung
    Der polnische Regisseur Andrzej Wajda hat bei einer der letzten historischen Unklarheiten des 2. Weltkrieges eine abschließende Richtigstellung vorgenommen. Auch anhand von Dokumentaraufnahmen und Dialogen wird belegt, wie je nach politischer Lage der herrschenden Besatzer die Schuld für dieses Massaker mal Nazideutschland mal der Sowjetunion zugeschoben wurde. Dabei ist es nicht immer leicht, geäußerte Meinungen und Sachverhalte in den wechselnden Szenen richtig einzuordnen. Für sein Drehbuch hat er einen Roman hergenommen, der die ganze menschliche Tragik durch betroffene Personen besonders unterstreicht und in eine Spielfilmhandlung verwandelt. Es wird auf den Umstand verwiesen, dass es manche besser wussten, aber aus Opportunismus schwiegen und letztlich an diesem Wissen zerbrachen. Das Massaker selbst wird kommentarlos und ohne musikalische Untermalung dargestellt. Was in diesem Film nicht deutlich wird, ist die Frage, wieso es zu diesem Massenmord kam? Warum ordnete Stalin das an? Aber auch ohne eine solche Hinterfragung, kann man diese in vornehmlich dunklen Farben gehaltene Tragödie gut nachvollziehen.