Koloni

NL, TR, 2015

Min.52

Dunkle Wolken, flackernde Glühlampen, ein Schwenk übers Meer, ungesundes elektrisches Knistern, zerklüftete Berglandschaften: Gürcan Keltek, der Meister dramatisch inszenierter Natur, gönnt sich eine lange Exposition, ehe die eigentliche Geschichte beginnt. Darin geht es um die Suche nach Überresten von Opfern der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen türkischen und griechischen Bewohnern Zyperns. Der Film entfaltet sich als psychogeografische Queste: eine Suche nach der Erinnerung, die in der Landschaft eingeschlossen ist, nach den Knochen der Toten, nach den Traumata der Überlebenden. „Ich bin krank“, sagt einer. „Ich habe keine Kraft mehr.“ (Thomas Mießgang)

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