Le gardien de la nuit

 F 1984
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Ein Abenteuerfilm, ein Film über metaphysische und andere Abenteuer. Reines Abenteuer, strafbare Handlungen. Grundlose Handlungen? Ein komplexes Spiel um die Existenz, ein Geschwindigkeitsrausch des Lebens. Yves' Schicksal ist es, mit seiner sozialen Herkunft fertigzuwerden. Als Polizist stiehlt er Autos - vielleicht weil ihn ihre Farben an die Farbe der Augen von Aurore erinnern? Überfällt ein Postamt - weil die Schalterbeamtin so schön ist? Geld jedenfalls interessiert ihn nicht. Seine Vorgesetz-ten wissen nichts von seinem Doppelleben. Yves liebt Aurore seit jeher, aber er ge-steht ihr weder seine Liebe, noch daß er Polizist ist, noch daß er diese Straftaten begeht. Er verdächtigt sie insgeheim, daß sie sich mit Muttersöhnchen umgibt, mit den Söhnen der Honoratioren der Stadt, und akzeptiert nicht, daß er in ihren Augen nur eine Jugendliebe ist. Vor allem das treibt ihn voran. Erbarmungslos. / Ein Action-Film also? In gewissem Sinne, ja: Wie Robert Aldrich filmt Jean-Pierre Limosin eineinhalbmal schneller als die Realität, und Yves hat, trotz des Tempos, im-mer Angst, zu spät zu kommen. Aber das übliche Schema - ein Held, der sich einer bestimmten Situation ausgesetzt sieht und auf sie reagieren muß (und dabei sagt, warum er etwas macht, und zeigt, wie er es macht) - gibt es das bei Limosin nicht? Wenn Yves handelt, dann sieht man es nicht, und wenn man es sieht, dann traut man es ihm nicht zu. Aurore ahnt nichts, die Polizistenkollegen ahnen nichts, die kleine Postangestellte ahnt nichts, und der Zuschauer, der mehr weiß als alle Personen um Yves herum, fragt sich: Warum? Das ist die Frage, auf die der Film keine Antwort gibt. Es gibt keinen herkömmlichen Suspense in Le gardien de la nuit, aber der Suspense liegt in Yves selbst. (Jean-Jacques Henry) / Yves, a city cop, steals cars and robs post offices. But it is not money he wants, he has a different objective. He has always loved Aurore, but he has never told her; he hasn't told her he is a cop and a thief either. He no longer accepts to be a mere childhood friend, and he feels he has to get rid of all her pretty boy admirers. Yves / is determined to go all the way in his complicated gamble on life. / JEAN-PIERRE LIMOSIN / Geboren 1949 in Chaumontel. Studiert Philosophie an der Sorbonne und Fotografie an der École Supérieure de Technique in Paris. Beginnt mit Video zu arbeiten. 1983 stellt er seinen ersten Film Faux-fuyants fertig, der bei der Semaine de la Critique in Cannes gezeigt wird. Weitere Filme: Casting à Hérisson (KF, 1985), L'autre nuit (1988), Mon premier séminaire de ping-pong (KF, 1989), Cinéma, de notre temps: Abbas Kiarostami (1994, V'94), Cinéma, de notre temps: Alain Cavalier (1995).Yves, a city cop, steals cars and robs post offices. But it is not money he wants, he has a different objective. He has always loved Aurore, but he has never told her; he hasn't told her he is a cop and a thief either. He no longer accepts to be a mere childhood friend, and he feels he has to get rid of all her pretty boy admirers. Yves is determined to go all the way in his complicated gamble on life.

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Jean-Pierre Limosin

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