Liegekino

 
Kurzfilm 59 min.
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Die VIS-Institution Liegekino präsentiert sich 2011 größer denn je. Auf Luftmatratzen gebettet werden die ZuseherInnen hierbei förmlich Richtung Decke (denn hierauf wird projiziert) gesogen, um sich in den atemberaubenden Welten aus Musikvideos und anderen musikalisch-filmischen Träumen zu verlieren. Hier erwartet einen fast alles, was es zwischen Himmel und Hölle zu sehen gibt. Der beste Beitrag dieser 15 Werke aus acht Nationen wird dann auch vom Publikum gewählt und mit dem "Airbed Movie Award" powered by Hoanzl gekürt.

1925 aka Hell
Dänemark/UK/Deutschland 2010, 2 min
Regie: Max Hattler | Produktion: Max Hattler, The Animation Workshop | Modellierung, Animation: Adrian Dexter, Allan Lønskov, Casper Wermuth, David Otzen, Jakob Kousholt, Kristoffer Mikkelsen | Musik: Adrian Dexter
Der als Loop konzipierte Clip entstand im Rahmen von The Animation Workshop in Viborg, inspiriert durch Augustin Lesage. Als ob man in ein düsteres Gemälde hineingesogen wird und dabei die Pforten zur Hölle passiert.

The Music Scene
USA 2010, 5 min
Konzept und Realisierung: Anthony Schepperd | Musik: Blockhead
Anthony Shepperd kreierte hier ein Musikvideo für die Band Blockhead, welches surrealer kaum anmuten könnte. Eine mit der Postapokalypse liebäugelnde Farbbombe, in der Tiere und Fernseher die Welt zu dominieren scheinen.

Boulevard
Österreich 2010, 4 min
Regie, Konzept: Martin & the Evil Eyes of Nur (Nora Riedl, Daniel Massow, Wolfgang Tragseiler), Kamera: Michel Petri, Besetzung: Pussy Haas, Herr Leitung
Mit trashig queeren Bildern stürzen sich die Performance-Künstler Martin & The Evil Eyes of Nur auf die Welt der ''Reichen und Schönen''. Mit einer gehörigen Portion Ironie wird dann schließlich alles zu Glanz und Glamour.

Eat Raw Meat
UK 2009, 5 min
Konzept und Realisierung: Lennox Brothers (Lee Lennox, Wayne Lennox) | Musik: The Editors
Im Stil an alte Disney-Filme angelehnt, präsentieren die Lennox Brothers eine bitterböse Dystopie, deren Symbolträchtigkeit kaum zu übersehen ist. Die absurd-schaurigen Bilder, kombiniert mit dem starken Song der Editors, bieten viel zu entdecken und bleiben lange im Kopf.

the destroyed room
Schweiz 2010, 3 min
Regie, Schnitt: Jonas Meier, Mike Raths | Produktion: Zweihund GmbH, Alex Schweizer | Drehbuch: Jonas Meier | Kamera: Tom Karrer, Beni Wülser | Besetzung: Jonny Velasco, Beni Thommen, Lara Wolf, Marco Hirsinger, Carmen Seier
Im Einkaufszentrum ist die Hölle los: Hier wandern Ponys und Cowboys durch die Etagen, hier tanzt die Oma am Glasdach. Dank der Erfindung des Fahrstuhls können wir überall dabei sein, wenn zum Sound von Rusconi die Einkaufsromantik auf den Kopf gestellt wird.

Kraddy Android Porn
Deutschland 2010, 5 min
Regie, Produktion, Konzept, Schnitt: Musclebeaver (Andreas Kronbeck, Tobias Knipf) | Musik: Kraddy (Mochipet - Godzillaporn Remix)
Rein und raus, auf und ab, spätestens bei vor und zurück ist klar, dass es sich hier natürlich nur um ein (animiertes) Fitnessvideo mit richtig gut tanzbarer Musik handeln kann. Wer hier Sex oder gar Phallussymbole sieht, muss schon sehr fixiert sein - oder?

Brooklyn Disco Disco
Österreich 2010, 2 min
Regie, Produktion, Kamera, Schnitt: Severin Fiala | Musik, Besetzung: Willi Pruckner
Eine leere, sterile, ja fast schon unterkühlt wirkende Rettungswagengarage wird zur abstrakten Bühne unseres Didgeridoo-Spielers. Ein Mann, ein Instrument, eine Einstellung. Mehr braucht es hier definitiv nicht, um Wirkung zu erzielen.

Float
Deutschland 2010, 6 min
Konzept und Realisierung: Susi Sie | Musik: Thomas Schuessler
Tanzende Bläschen in ungeahntem und mikroskopischem Detailreichtum, die sich aneinander reiben, verdrängen und schließlich gegenseitig verschlingen. Eine Analogie zu Vergänglichkeit oder gar Machtverhältnissen des Lebens? Auf jeden Fall beeindruckend schön.

Stretching
Frankreich 2009, 7 min
Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Besetzung: François Vogel | Production: Drosofilms, François Vogel | Musik: Alain Cure
Nicht nur gedehnt und gezogen wird hier alles, sondern vor allem versetzt und verschoben. In Einzelbildern rasen wir in diesem Video durch die Stadt, immer den Künstler im Fokus. Verzerrte Stop-Motion, als würde die ganze Stadt sich an den Häusern ordentlich dehnen.

Splitting the Atom
Frankreich 2010, 5 min
Regie: Edouard Salier | Produktion: Scream Park, Anna Lifshitz | Modellierung und Animation: Jean Lamoureux, Rémi Ganiette, Kevin Monthureux, Jimmy Cave | Compositing: Julien Michel, Xavier Reyé, Damien Martin | Schnitt: Digital District, David Danesi
Ein eingefrorener Moment, dessen Brisanz zu Beginn noch nicht zu erahnen ist. Doch die Kamera nimmt uns mit durch die düstere Welt dieses Musikvideos zu Massive Attack, bis sich uns das ganze ''bombastische'' Szenario zu erkennen gibt.

Baby I'm Yours
Frankreich 2010, 4 min
Konzept und Realisierung: Irina Dakeva | Musik: Breakbot
Das Ohrwurmpotenzial des Breakbot-Songs ist unbestritten. Gepaart mit Irina Dakevas farbenfrohem Augenschmaus aus bewegten Bildern potenziert sich das audio-visuelle Erlebnis - und schon schnellen die Mundwinkel nach oben.

Auspizien 2010
Österreich/Italien 2010, 4 min
Konzept und Realisierung: Barnabas Huber | Musik: Bartosz Sikorski
Der Name ist hier an sich schon mehr als Programm. Dennoch bietet die mit speziellen Klängen untermalte Vogelschau eine faszinierende Ästhetik und Dynamik zugleich, die einen vier Minuten in ihren Bann zieht.

Johnny Cash Project
USA 2010, 4 min
Konzept und Realisierung: Chris Milk, Aaron Koblin | Musik: Johnny Cash
Bild für Bild, Frame für Frame wurden rund 250.000 Zeichnungen von Johnny-Cash-Fans angefertigt, die auf einer eigenen Webseite individuell kombinierbar sind. Das Projekt ist nicht nur ein Paradebeispiel für die verblüffende Leistung einer Community, sondern auch ein würdiges Denkmal für den "Man in Black".

Lose This Child
Israel 2011, 4 min
Konzept und Realisierung: Yuval Nathan, Merav Nathan | Musik: Eatliz
Nicht nur für all jene eine Freude, die als Kind oder gar im letzten Urlaub am Meer Sandskulpturen gebaut haben: Die Detailverliebtheit dieser Stop-Motion-Animation zur sanften Musik von Eatliz raubt einem schlicht den Atem. Regie führte das Grammy-nominierte Kreativpaar Yuval & Merav Nathan (Her Morning Elegance).

1923 aka Heaven
Dänemark/UK/Deutschland 2010, 2 min
Regie: Max Hattler | Produktion: Max Hattler, The Animation Workshop | Modellierung: Thorvaldur Gunnarsson, Arnold Bagasha, Blake Overgaard | Animation: Casper Michelsen, Mikkel Vedel, Thorvaldur Gunnarsson, Arnold Bagasha, Blake Overgaard | Musik: Blake Overgaard
Der zweite am Animationsworkshop in Viborg entstandene Videoloop, dessen Reminiszenzen zu Augustin Lesage nicht zu übersehen sind. Diesmal geht es steil nach oben, unentwegt dem Himmel entgegen.

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