Machuca - Mein Freund

 Chile, Spanien 2004

Machuca

26.05.2005 120 min.
film.at poster

Vor dem Hintergrund des Militärputsches am 11. September 1973 in Chile erzählt "Machuca" die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.

Einfühlsam erzählt Regisseur Andrés Wood die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier chilenischer Jungen zur Zeit der Regierung Salvador Allendes. Es gelingt ihm, das Lebensgefühl jener politisch unruhigen Zeit ebenso eindringlich darzustellen wie das der elfjährigen Protagonisten. Die jugendlichen Hauptdarsteller Matías Quer als Gonzalo Infante, Ariel Mateluna als Pedro Machuca und Manuela Martelli als Silvana, überzeugen ebenso wie die beeindruckenden Bilder von Kameramann Miguel J. Littín und die mitreißende Musik von José Miguel Miranda und José Miguel Tobar.

Andrés Wood ist ein zugleich poetischer wie hochpolitischer Film gelungen, der stets zwischen Melancholie und Enthusiasmus pendelt und war in Chile der Kinoerfolg des Jahres 2004.

Details

Matias Quer, Ariel Mateluna, Manuela Martelli
Andrés Wood
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Ich muß sagen, daß ich mich von der Beschreibung des Filmes habe verführen lassen - und dann jedoch gar nicht damit übereistimme. Der Film ist extrem langgezogen weil sich zu sehr wiederholend. Die Charaktere wirken nicht überzeugend: der Bub aus der wohlhabenden Familie ist recht farblos, scheint kaum Blut in den Adern zu haben; der andere Bub hat auch nicht eine derartige Persönlichtkeit, daß der Film nach seinem Namen betitelt wird. Auch die Familienbeziehung wirkt ziemlich aufgesezt.
    Ich würde sagen, daß es sich hier eigentlich um einen unreifen Film handelt - den ich leider nicht empfehlenswert finde.

    Re:
    Ich kann diesem Kommentar nur in allen Punkten widersprechen. Ich habe den Film aus purem Zufall gesehen, als ich bei 3sat drüberzappte und war sofort gefesselt. Wunderschöne Bilder, glaubwürdige Charaktere und eine spannende wie aufrüttelnde Hinführung zu den dramatischen Geschehnissen in Chile um 1973. Und die Musik ist ein Traum! Der einzige Punkt, in dem ich dem Vorkommentar recht geben kann, ist die schlecht getroffene Wahl des Titels. Ansonsten ein absolutes Muss für jeden zeithistorisch Interessierten, der Lust hat, über den europäischen Tellerrand hinauszublicken und kein Problem hat mit Figuren, die sich der üblichen schwarz/weiß-Zeichnung entziehen.