Madeinusa - Das Mädchen aus den Anden

 ES/Peru 2005
100 min.
Madeinusa - Das Mädchen aus den Anden

Madeinusa heißt die Lieblingstochter des Bürgermeisters eines seltsamen Dorfes in den Anden.

Das Osterfest steht bevor, diese "tiempo santo" ist der Höhepunkt des Jahres für die Einwohner: Nach der Prozession der heiligen Jungfrau beginnt ein bizarres Fest, bei dem jede Sünde erlaubt ist (denn Gott ist ja tot) - und der Bürgermeister will dabei Madeinusa entjungfern. Doch ein Fremder hat sich auf den ersten Blick in das Mädchen verliebt und will sie "retten". Claudia Llosas einfallsreiches, packendes Debüt: Eine ironische Fabel über den Zusammenstoß von Altem und Neuem.

Details

Yiliana Chong, Carlos Juan De La Torre, Juan Ubaldo Huamán, Magaly Solier
Claudio Llosa

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Made in USA
    Abgesehen vom Titel, hinter dem ein lustiges Wortspiel steckt, gibt es in diesem Film nichts zu lachen. Und der Umstand, dass Gott während der Grabesruhe echt tot sei und die dann begangenen Sünden nicht sehen kann, verdeutlicht die religiöse Schlichtheit eines Andendorfes. Oder hat man die Missionare nur beim Wort genommen? Hinter all den Liedern und folkloristischen Bildern von Tänzen und Feuerwerk erlebt man das Drama eines Mädchens. Obwohl die Darstellung des unvorstellbaren Leides oft nur angedeutet wird, manchmal nur akustisch bemerkbar, beeindrucken die dunklen, bunten Bilder durchaus. Außerdem wird der Gegensatz von Stadt und Land, Einheimischen und Fremden betont. Freiheit von archaischen Bräuchen gibt es nur in der Hauptstadt Lima. Und da muss die Titelheldin unbedingt hin. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt und reibt sich verwundert die Augen, ohne zum Voyeur zu werden.