Madeleine, Madeleine (mit Kunst ist... und Der Damm)

BRD, 1963

Min.11

Der Anblick einer Tennisspielerin im Sommer, in Münchens Englischem Garten; mehr braucht es nicht, um einen jungen Mann in Verzückung geraten und den Tennistrainer in Eifersucht verfallen zu lassen. Anfangs lässt sich alles über Aufschläge und Schmetterbälle regeln, aber dann bricht, wie immer bei Kristl, Anarchie aus. Madeleine, Madeleine ist vielleicht sein lustigster Film, der mit seinen Forderungen ein anarchischer Vorläufer der Generation von 1968 war. Madeleine, Madeleine lässt uns erfahren, wie das ist, wenn einer die Schönheit entdeckt, und was sich an Widerständen gegen diese Erfahrung in seiner Phantasie aufbaut. La vie en beau! Doch, das Kino hat eine Aura von Luxus, von Verschwendung bei Vlado Kristl, allen Mühen zum Trotz, die es gekostet hat, diese Filme durchzusetzen, Kino am Rande des Existenzminimums, dennoch jede Sekunde voll aristokratischer Würde, jeder Meter Film ein königliches Geschenk. (Fritz Göttler)

(Text: Viennale 2004)

  • Schauspieler:Madeleine Sommer, Elisabeth Holzner, Rolf Huber, Marika Silbernagl, Theo Rauch

  • Regie:Vlado Kristl

  • Kamera:Wolf Wirth, Musik Erich Ferstl

  • Autor:Vlado Kristl

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