Manufraktur

 A 1985
Kurzfilm 3 min.
6.30
film.at poster

Die Werbebilder lösen Erinnerungen aus ihrem
Zusammenhang und fügen sie händisch
zusammen, zum nächsten Bruch.

Als künstlerischen Rohstoff nimmt Manufraktur Found Footage aus unterschiedlichen Werbespots in die Mangel und verstrickt dieses Material zu einem Bewegungskonzentrat. Das dabei angewandte Kontaktkopierverfahren erlaubt es, die Einstellungen bis in die kleinste Einheit, den Einzelkader, zu sezieren. Auf flickernde Einzelkaderabfolgen spitzt sich der Film gegen Ende auch zu. Die schnellen Bildwechsel bringen die Bewegungsdarstellung in Gefahr zu zerbrechen, bedrohen den Illusionsraum. Immer wieder zucken Hände durch die Bilderflut. Dadurch wird gewahr, dass sich das Material Film «händisch» zerlegen lässt, weil jede filmische Bewegung eine Zerlegung in einzelne Bilder darstellt.

(Text: Viennale 2010)

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Peter Tscherkassky
Peter Tscherkassky

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