Filmkritiken
18.09.2013

MICHAEL CAINE ALS ALTER AMERIKANER IN PARIS

Ein alter Mann sitzt verlassen in einer Pariser Altbauwohnung. Durch den Tod seiner Frau hat er jede Lebenslust verloren. Bis er eine junge Tanzlehrerin kennenlernt, die ihn zum Cha-Cha-Cha-Kurs einlädt. Diese Konstellation wirkt zunächst als sei hier eine Fortsetzung von Hanekes „Amour“ fürs Sonntagnachmittagsfernsehen gedreht worden. Doch der deutschen Regisseurin Sandra NettelbeckBella Martha“) gelingt es, jeden Amerikaner-in-Paris-Kitsch gekonnt zu umschiffen.

Matt ( Michael Caine) und Pauline (Clémence Poésy) pflegen ihre zärtliche Freundschaft, bis das Eingreifen von Matts Kindern eine komplexe Familiensituation offenbart. Ein zarter Film über Optimismus, Liebe und Verzeihen, der von starken Darstellern lebt – allen voran Altmeister Caine.

Beginnend mit dem Tag, an dem Pauline (Clémence Poésy) ihm im Bus ihre Hilfe anbietet, stolpert der sture, vom Leben erschöpfte Matthew Morgan (Michael Caine) zurück ins Glück.