Netemo sametemo

Japan, F, 2018

Min.119

Die Filmgeschichte kennt das Motiv der obsessiven Vertauschung des Liebesobjektes, das delirierende Doppelgängertum zumeist aus männlicher Perspektive; bekanntestes Beispiel: VERTIGO. Hier nun begibt sich die porzellangesichtige Asako auf ihre ganz eigene somnabule rite de passage, changierend zwischen äußerer Überangepasstheit und unbewältigter Vergangenheit. Was in Osaka scheinbar genrekonform als bittersüße Teenager-Romanze beginnt, entfaltet sich in einem Tokyo nach Fukushima und Tsunami-Trauma zu einer verschachtelten Meditation über Identität und Begehren, um schließlich in eine sehr erwachsene, beschädigte Versuchsanordnung einzumünden. (Stephan Settele)

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