Negativschlagzeilen für Alec Baldwin

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04/26/2022

Filmmaterial zum "Rust"-Dreh zeigt Alec Baldwin nach dem Schuss

Ein neues, vom Büro des Sheriffs von Santa Fe veröffentlichtes Körperkameravideo zeigt dramatische Momente am "Rust"-Set.

Neues Filmmaterial aus einem Körperkameravideo, das das Büro des Sheriffs von Santa Fe im Rahmen der "Rust"-Untersuchungen veröffentlicht hat, zeigt die dramatischen Szenen nach dem tödlichen Schuss. Dabei kam die Kamerafrau Halyna Hutchins (1979-2021) im vergangenen Herbst (21.10.) ums Leben.

In dem Video ist unter anderem Schauspieler Alec Baldwin (64) mit der Waffe in der Hand vor dem tragischen Vorfall sowie nach dem Schuss zu sehen, als Hutchins von Ersthelfern umringt am Boden liegt.

Wie "CBS News" weiter meldet, sind auch Fotos der Waffe und von Baldwins Händen nach dem Schuss veröffentlicht worden. Außerdem erklärt der Schauspieler zwei Beamten, dass er den Abzug der 45-Kaliber-Requisitenwaffe nicht betätigt habe, während er die Szene probte, und dass er nicht wisse, wer eine scharfe Patrone in die Waffe gesteckt habe. "Ich nehme die Waffe heraus, und als der Lauf frei ist, drehe ich mich um, spanne die Waffe und sie geht los", sagt Baldwin in dem Beweisvideo.

In dem Video ist auch der Regisseur Joel Souza (48) zu sehen, der am Boden liegt, nachdem er von derselben Kugel verletzt wurde, die auch Hutchins tötete.

Höchststrafe für Produktionsfirma wegen Arbeitsbedingungen

In einem separaten Bericht über die Arbeitsbedingungen am "Rust"-Set war zuvor festgestellt worden, dass das Management der Produktionsfirma "wusste, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Schusswaffen am Drehort nicht befolgt wurden" und dass dennoch "keine Abhilfemaßnahmen ergriffen" worden seien. Wie es in der Pressemitteilung der Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz (OHSB) des Umweltministeriums von New Mexico vom Mittwoch weiter heißt, erhielt "Rust Movie Productions, LLC" die höchstmögliche Strafe wegen "offensichtlicher Gleichgültigkeit gegenüber den offensichtlichen Gefahren im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen am Set, die zu einem Todesfall, schweren Verletzungen und unsicheren Arbeitsbedingungen führten".

Baldwin war auch als Produzent an dem Film beteiligt, gibt sich aber nicht die Schuld an dem Unfall. "Ich habe das Gefühl, dass jemand für das Geschehene verantwortlich ist, und ich kann nicht sagen, wer das ist, aber ich weiß, dass ich es nicht bin", sagte er zuvor.

Die Ermittler sagten, dass sie noch auf Telefonaufzeichnungen und ballistische Informationen warten, um die strafrechtlichen Ermittlungen abzuschließen. Eine Anklage gibt es noch nicht. Die Ermittler haben eine solche aber nicht ausgeschlossen.

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