Queertactics 2026: Was bietet das Festival-Programm?
Festivalsujet zu QUEERTACTICS
Preisgekröntes Kino aus Brasilien, Geschichten über trans Communities in Neapel und Argentinien und selten gezeigte 16mm-Arbeiten der lesbischen Experimentalfilmerin Barbara Hammer: QUEERTACTICS präsentiert das Programm seiner siebten Festivalausgabe. Von 11. bis 15. November 2026 läuft das Wiener Filmfestival - Im Mittelpunkt stehen Filme über Körper, Geschlecht, Selbstbestimmung und Widerstand. Der Ticketverkauf startet online sowie in den drei Festivalkinos Stadtkino im Künstlerhaus, Admiral Kino und Breitenseer Lichtspiele.
Eröffnungsfilm und weitere Highlights
Eröffnet wird QUEERTACTICS am 11. November im Stadtkino im Künstlerhaus mit der Österreichpremiere von LONDON, dem ersten Langfilm des brasilianischen Regieduos Victor Di Marco und Márcio Picoli. Der Film wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig mit dem Queer Lion ausgezeichnet. Co-Regisseur und Protagonist Victor Di Marco kommt zur Premiere persönlich nach Wien.
Der deutsche Dokumentarfilm CHRONICALLY RADICAL (2026) von Lian und Delila begleitet chronisch kranke und behinderte Aktivisten bei ihrem politischen Engagement.
BALLATA FEMMENELLA führt nach Neapel und gibt Einblicke in eine der ältesten trans Communities Europas.
Im brasilianischen Film EU VOU TER SAUDADES DE VOCÊ (I AM GOING TO MISS YOU) von Daniel Ribeiro bezieht ein trans Paar seine erste gemeinsame Wohnung.
Zum 25-jährigen Jubiläum präsentiert QUEERTACTICS eine neu restaurierte Fassung von BY HOOK OR BY CROOK von Harry Dodge und Silas Howard, einem wegweisenden trans und Butch-Buddy-Film, der längst zu den Klassikern des queeren Kinos zählt.
Mit VIRAGES (SUMMER DRIFT) von Céline Carridroit und Aline Suter zeigt QUEERTACTICS einen Dokumentar-Hybridfilm über eine trans Frau, die in Genf am Fließband einer Luxusuhrenfabrik arbeitet und ihren alten VW-Käfer repariert, um an einem Rennen in Belgien teilzunehmen.
Lesbische Filmgeschichte auf 16mm
Ein weiterer Höhepunkt des Festivalprogramms ist eine Hommage an die US-amerikanische Experimentalfilmerin Barbara Hammer (1939–2019). Seit den 1970er-Jahren prägte Hammer mit ihren radikalen und experimentellen Arbeiten das lesbische und queere Kino. Ihre Filme erweiterten die Möglichkeiten, lesbische Körper, Sexualität und Lebensrealitäten aus einer selbstbestimmten Perspektive darzustellen.
Hier findet sich das vollständige Programm und hier kommt man zu Tickets.