"Wer wird Millionär?": Durchmarsch zur Millionenfrage

Günther Jauch moderiert "Wer wird Millionär?"
Seit 2020 gab es keinen Millionengewinner. Das könnte sich nun ändern - doch etwas Geduld ist gefragt.

Im März 2020 erquizzte sich Ronald Tenholte eine Million Euro. Damit kürte er sich zu einem der Hauptgewinner in einer regulären Folge von "Wer wird Millionär?". Und zum bisher letzten. Seit ziemlich genau sechs Jahren also kein Konfettiregen mehr im Studio der RTL-Show. Günther Jauch (69) durfte auch schon lange mehr keine Millionenfrage vorlesen. Dies kam zuletzt vor über zweieinhalb Jahren vor. Doch in der Sendung am heutigen Montag (13. April) sorgt ein Kandidat dafür, dass diese Negativserie zu Ende geht. Doch der Reihe nach.

Nachdem sein Vorgängerkandidat mit 32.000 Euro ausgestiegen ist, kommt Tom Wollnik (28) als vierter Kandidat der Folge auf den Stuhl. Der Berliner wählt vier Joker aus. Er verzichtet also auf die Sicherheitsstufe von 16.000 Euro, bei einer falschen Antwort würde er auf 500 Euro zurückfallen. Dass er von Anfang an zocken wollte, bestätigt seine Mutter, die im Publikum sitzt.

Der Berliner marschiert bei den einfacheren Fragen locker durch. Günther Jauch löst eine Frage nach dem Router mit dem Namen Fritz!Box auf, bevor Wollnik eine Antwort einloggt. Als Softwareentwickler hätte er das eh gewusst.

Kandidat setzt klug Joker ein

Bei der 2000-Euro-Frage zieht der Kandidat den ersten Joker. Es geht um die Frage nach der Insel, die als Geburtsort des Rums gilt. Nach dem 50-50-Joker bleiben noch die Antwortmöglichkeiten Barbados und Spiekeroog übrig. Wollnik tut sich nun leicht, auf Barbados zu setzen.

Bei 16.000 Euro braucht Tom Wollnik seinen Telefonjoker. Auf die Frage, wessen Torrekord ein gewisser Alexander Owetschkin gebrochen hat, antwortet der Joker, der selbst schon bei Jauch 64.000 gewann, korrekt mit dem Eishockeyspieler Wayne Gretzky.

Bei der nächsten Stufe, in der es um 32.000 Euro geht, fragt Wollnik das gesamte Publikum. Auf die Frage nach einem verdauungsfördernden Enzym setzen 88 Prozent der Zuschauer auf Papain aus der Papaya anstatt auf Banain, Mandain oder Maracuiin.

Bei der Frage nach einem Hautpilz, der eine bestimmte Tierart befällt und gefährdet, sucht sich der Kandidat einen Zuschauer aus dem Publikum aus. Ein Mann aus Bielefeld steht auf. Er hat gelesen, dass Amphibien in seiner Heimatstadt von einem sogenannten Salamanderfresser befallen sind.

"Seelische Grausamkeit": Günther Jauch ist fassungslos

Ohne Joker geht Wollnik in die vorletzte Runde. "Welches Unternehmen war 2024 mit über zwei Millionen Angestellten der größte private Arbeitgeber der Welt?" muss er für 500.000 Euro wissen. Die Antwortmöglichkeiten sind UPS, Walmart, Volkswagen oder Amazon.

Hier hilft dem Einserabiturienten seine berufliche Vergangenheit. Er hat einmal für Amazon gearbeitet. Dabei hörte er, dass es noch ein US-Unternehmen mit mehr Angestellten gab. Ohne sich hundertprozentig sicher zu sein, setzt er auf Walmart. Und hat recht.

Durch Mut und geschicktes Joker-Management erspielt sich Tom Wollnik also die Chance auf eine Million Euro. Doch dann kommt ihm die Schlusströte dazwischen. Der Moderator ist fassungslos. "Das ist seelische Grausamkeit. Das könnt ihr nicht machen", ruft er. Die erste Millionenfrage seit Jahren gibt es im TV also erst in der nächsten Folge am 20. April zu sehen oder vorab auf RTL+.