Nishad

Indien, 2002

Nishad befasst sich mit der Unsinnigkeit des Krieges, mit der Verwirrung und den Verletzungen.

1971: Die Spannung ist groß. Der Ausbruch des Krieges zwischen Indien und Pakistan steht unmittelbar bevor. Das ruhige Leben von Sati und Gopi Gujral wird durch den irrtümlichen Anruf eines Jungen gestört, der verzweifelt seine Mutter zu erreichen versucht. Sati ist Musiklehrerin in einer von der tibetischen Exilregierung geführten Schule. Gopi ist Arzt in einem Regierungskrankenhaus. Ihr einziger Sohn Ashok, Pilot der indischen Luftwaffe, meldet sich jede Woche telefonisch. Zwischen der immer verzweifelter klingenden Stimme des Kindes mit der falschen Nummer und dem Warten auf den Anruf des Sohnes wächst die Angst.
Nishad befasst sich mit der Unsinnigkeit des Krieges, mit der Verwirrung und den Verletzungen. Nishad ist zudem die aus indischer Sicht dargestellte Geschichte des Exils des tibetischen Volkes. Die Anrufe des Kindes, das nach der Trennung von seinen Eltern immer mehr in Verzweiflung gerät, gemahnen das Paar an das Schweigen des eigenen Sohns, an die Gefahren, die er zu gewärtigen hat. Die Angst ergreift zunehmend von den beiden Besitz, während eine unbekannte Stimme ihr Leben zerrüttet. Die Konflikte entsprechen einander, und die Erinnerung an diese Geschichte setzt sich allmählich zwischen den Zeilen des Films fest.

Länge: 118 Minuten

  • Regie:Shaji N. Karun

  • Kamera:Hari Nair

  • Autor:Shaji N. Karun, Valsalam-Vathussery

  • Musik:Isaac Thomas Kottukapally

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