Powwow Highway

 GB 1988
91 min.
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Zwei junge Männer vom Stamm der Cheyenne verlassen das Reservat, um die Schwester des einen aus dem Gefängnis zu befreien. Ein Road-Movie.

Details

A. Martinez, Gary Farmer, Amanda Wyss, Margo Kane
Jonathan Wacks

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Auf Higway ist Hölle los
    Der Film schildert eine Episode im problematischen Zusammenleben zwischen Indianern und Weißen. Solange sie unauffällig vor sich hin vegetieren, sind sie geduldet. Aber wenn die Rothäute auf ihre Rechte pochen und sich mit den Großkopferten anlegen, weisen sie die Behörden in die Schranken.
    Weil die Schwester Bonnie (Joanelle Nadine Romero) zu Unrecht verhaftet worden ist, ziehen der Aktivist und Vietnamveteran Buddy (A Martinez) und der Riesenklotz Philbert Bono (Gary Farmer) los, um sie zu befreien. Philbert ist schamanenmäßig unterwegs und hält Sitten und Gebräuche der Cheyenne am Leben, Buddy ist der kluge Kopf, dem es gelingt sich vorübergehend durchzusetzen.
    Dass die Behörden hier zeitweise etwas neben der Spur sind, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie letzten Endes am längeren Hebel sitzen. Das Unternehmen der beiden Cheyenne ist ein Abgesang auf die untergehende Kultur der amerikanischen Ureinwohner. Noch einmal den bereits verlorenen Kampf kämpfen, ist ihre Devise. Wenn Buddys und Philberts Befreiungsaktionen mitunter Anleihen bei bewährten Methoden aus dem Western Genre machen wie z.B. die Rinderherde auf der Straße bei Verfolgung oder das Herausreißen des Gefängnisgitters mit einem alten Buick, den Phil sein Pferd nennt, zeigt das den allgemeinen Tenor der Films. Man sieht alles mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
    Da ist das Ende dieses großartig fotografierten Streifens richtig wohltuend. Mit Blick auf das brennende ‘Pferd‘ meint Buddy nur ‘Komm, lass uns gehen.‘ Abspann. Ende.
    Der etwas andere Indianerfilm mit leiser Komik und ernstem Hintergrund.