Das Fest des heiligen Jürgen

 Rußland 1930

Prazdnik Svjatogo Jorgena

83 min.
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Ein durchaus doppelbödiges Werk, das zudem einmal mehr Protazanovs Bedeutung als Meister eines Schauspielerkinos manifestiert.

Ein weiteres Mal begibt sich Protazanov unter die Diebe: Nach seiner Farce über die verstohlene Logik des Kapitals, Der Drei-Millionen-Prozess, widmet er sich diesmal den Umtrieben der organisierten Religion und wie man daraus Geld machen kann.

Am Anfang wird ein Kirchenwerbefilm gedreht, auf dem Höhepunkt der Handlung von zwei listigen Täuschern ein Wunder simuliert: Immer wieder bespiegelt der Film sich selbst - und reflektiert so, subtil und sehr implizit, vielleicht auch die Religion des Bewegten Bildes, den Kinokult jener Jahre.

Ein durchaus doppelbödiges Werk, das zudem einmal mehr Protazanovs Bedeutung als Meister eines Schauspielerkinos manifestiert - Igor' Il'inskij zumindest schwärmte von den Dreharbeiten zu diesem Film, Protazanov habe ihm klar gemacht, wie man im Kino spiele, nämlich ganz gelöst: "Wie frei fühlte ich mich vor der Kamera!" (R.H.)

(Filmarchiv Austria)

Details

Anatolij Ktorov, Igor' Il'inskij, Michail Klimov, Igor' Arkadin, u.a.
Jakov Protazanov
Jakov Protazanov, nach Motiven des Romans von Harald Berrgstedt

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