Prischwins Papieraugen

Bumashnyje Glasa Prischwina

UdSSR, 1989

einen Fernsehpionier des Jahres 1949 anstellt, gerät er in eine Welt von Halluzinationen, die surrealistische bis groteske Bilder totalitärer Macht von Stalin bis Hitler und Mussolini entfesseln.

Als der Fernsehreporter Prischwin Nachforschungen über einen Fernsehpionier des Jahres 1949
anstellt, gerät er in eine Welt von Halluzinationen, die surrealistische bis groteske Bilder totalitärer
Macht von Stalin bis Hitler und Mussolini entfesseln. Dabei wird die Geschichte zu einem
postmodernen Labyrinth von Filmwirklichkeiten und Zitaten aus originalen Wochenschauen - aber
auch nachgestellten Episoden. (Z.B. tanzt Eisenstein vor den Mächtigen, aber nicht nur er - eine der
eindringlichsten Passagen - ein Totentanz der Macht und Kraft über die Massen.) Die heute
übergebliebenen Menschen sind dabei, ihre Seele zu verlieren. Die selbst oder von anderen
aufgezwungenen Rollen sind kaum auszuhalten, eine Abrechnung mit den vielfältigen Formen jenes
melancholischen Opportunismus, der anstatt lebendiger Augen Papieraugen erzeugt. Wichtiger Film
aus der Endphase der Sowjetunion.

Text: tirolkultur.at

  • Schauspieler:aleksandr Ropmantsov, Pavel Rudakov, Irina Tsivina, Yevgeni Barkov, Alla Shelest

  • Regie:Valeri Ogorodnikov

  • Kamera:Valeri Mironov

  • Autor:Valeri Ogorodnikov

  • Musik:Edison Denisov

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