Filmkritiken
19.05.2015

Reise entlang des Mekong

Zwei Männer sitzen entspannt auf der Terrasse und spielen Gitarre. Geben mit ihrem entspannten Improvisieren dem Rest des Films seine Akustik. Dann: Ein Mann und eine Frau zusammen am Fluss. Ein Disput. Ihre Mutter, die als Geist zwischen den beiden steht, will die Eintracht nicht. Sie zeigt ihr wahres Gesicht – das eines Vampirs. Mit „ Mekong Hotel“ nimmt der thailändische Regisseur Apichatpong Weerasetakul den Zuseher mit auf eine einstündige Reise entlang des Flusses Mekong, der die Grenze zwischen Thailand und Laos markiert. Realität und Fiktion, Leben und Vision, Rohheit und Gefühl verschmelzen und lassen einen aufgehen in dieser philosophischen Etüde. Alles fließt, alles bewegt sich.

Ein Haus, ein Paar, ein Grenzfluss, eine Gitarrenimprovisation: Mehr braucht es nicht für diese zarte Film-Novelle.