Restless

 Israel/Deutschland/Frankreich/Kanada/Belgien 2007

Restless / Hasar-menucha

100 min.
6.00
Restless

Vor 20 Jahren kam Moshe Amar nach New York, um seine Unabhängigkeit und Freiheit zu finden. Seine Frau und den einjährigen Sohn Tzach ließ er in Israel zurück.

Vor 20 Jahren kam Moshe Amar (Moshe Ivgy) nach New York, um seine Unabhängigkeit und Freiheit zu finden. Seine Frau und den einjährigen Sohn Tzach ließ er in Israel zurück. Eines Tages spricht ihm der nun schon erwachsen gewordene Tzach (Ran Danker), der Scharfschütze bei der israelischen Armee ist, auf den Anrufbeantworter, dass Moshe zur Beerdigung von Tzachs Mutter nach Israel kommen soll. Er fährt nicht. Dafür besucht ihn Tzach, der aufgrund eines tragischen Zwischenfalls vom Militär entlassen wurde, in New York. Nach zehn Filmen mit starken und beeindruckenden Frauen in den Hauptrollen, etwa die Trilogie Sue, Fiona, Bridget, widmet sich der 1947 in Jerusalem geborene Regisseur Amos Kollek erstmals intensiv zwei männlichen Hauptfiguren. "Gefühlsmäßig steckt sehr viel von mir sowohl im Sohn als auch im Vater," erklärt er. Sein Vater Teddy bekleidete lange Zeit das Amt des Bürgermeisters von Jerusalem. Diese Situation war für die Kinder recht schwierig, denn die "Priorität meines Vaters war nicht seine Familie, seine Priorität war Israel." Teddy Kollek starb am 2. Jänner 2007 - der Film ist ihm gewidmet.

Details

Moshe Ivgy, Ran Danker, Karen Young, Phyllis Somerville, Michael Moshonov, u.a.
Amos Kollek
Amos Kollek

Kritiken

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User Kritiken

  • Restless
    Ein typischer Amos Kollek-Film, der doch aber auch etwas untypisch ist. Es fehlt das Markenzeichen: der Knaller am Anfang. Und auch ein sonst üblicherweise thematisierter Loser in der Großstadt (New York) trifft hier nur bedingt zu. Dafür steht ein typisches israelisches Thema im Mittelpunkt und das wird sehr komplex geschildert. Es erstreckt sich von Israel bis in die USA und ist letztlich ein Vater-Sohn Drama der verpassten Gelegenheiten. Alle sind – wenn auch nicht gleich erkennbar um Wiedergutmachung bemüht. Der Vater, Moshe, hat sich in New York schlecht und recht eingelebt und ist kein echter Loser mehr. Nur sein Sohn Tzach fehlt ihm und eine Frau. Seine Auseinandersetzung mit seiner Heimat findet auf der Bühne statt. Hier geißelt er gnadenlos die Politik Israels. Regisseur Kollek darf das, ohne als Antisemit gebrandmarkt zu werden. Und das nutzt er schamlos aus. Neben dieser Problematik geht es aber auch noch um Zuneigung und Wärme, was für den etwas kantigen Moshe nicht leicht zu finden ist. So bewegt sich der Film auf drei Ebenen, die alle recht ausgewogen daherkommen: eine für die politische Satire auf der Bühne, eine für den schmutzigen Alltag des Helden, auf der er sich so durchschlägt und dann noch eine emotionale, die besonders überrascht und Tiefenwirkung hinterlässt. Nie langweilig, teilweise brisant.