Rittlingers Traum - Neues Leben an der Drau

 D 2008
Kurzfilm 
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ALBATROSS EXHIBITONIST / DIE AZOREN - PARADIES IM EWIGEN BLAU / HELGOLAND - INSEL IM STURM

RITTLINGERS TRAUM - NEUES LEBEN AN DER DRAU

Herbert Rittlinger war ein deutscher Schriftsteller, Forschungsreisender und Pionier des "Kanuwandersports". "Der Dichter im Paddelboot", wie er auch genannt wurde, befuhr den Blauen Nil und den Ama­zo­nas mit dem Falt­boot. Forschungsreisen führten ihn auch nach Me­­xi­ko und Neuguinea.
Im Som­mer 1938 reiste er per Bahn über Spittal nach Lienz und fuhr von dort mit dem Falt­boot nach Maribor, damals noch ohne Unterbrechung durch Kraftwerke und Stauketten. In seinem Buch "Das bald verlorene Pa­­radies" berichtet der Vor­den­ker und Idealist über die­­se Fahrt und warnt vor der drohenden Zerstörung der Drau. Zunächst vergebens, heute - gut 70 Jahre nach Herbert Rittlingers Ka­­nu­fahrt auf der Drau - wird sein Traum und seine Vision von einer unverbauten frei fließenden Gletscherdrau jedoch zum Teil Wirklichkeit. Der poetische Film RITT­LINGERS TRAUM ist eine philosophische und zugleich wissenschaftliche Reflexion über die laufende Revitalisierung der Oberen Drau. Einem durch Men­schen­hand gezähmten Fluss wird Schritt für Schritt die ihm abgerungene "Wildnis" wieder zurückgegeben.

A 2008, R: Thomas Miklautsch, 28min

ALBATROSS EXHIBITONIST

Ölkatastrophen, Überfischung und Ausbeutung sowie die enorme Zunahme der Abfallmengen in den Ozeanen sind die drei großen Problemfelder, auf die die Künstlergruppe Skeleton Sea mit ihren Ar­­beiten aufmerksam machen möchte. Dass Plastikmüll auch für See­­vögel wie Albatrosse eine lebensbedrohliche Gefahr darstellt, veranschaulicht der Kurzfilm ALBATROSS EXHIBITIONIST. Oft sind die Mä­gen der imposanten Vögel voll von Abfällen - hauptsächlich Plas­tik -, die die Vögel mit Nahrung verwechseln und so langsam und qual­voll sterben müssen.

A 2010, Regie: Harry Putz, 7min

DIE AZOREN - PARADIES IM EWIGEN BLAU

Es gibt einen Ort, an dem man vier verschiedene Jahreszeiten an einem Tag erleben kann - so launisch, so unberechenbar ist hier das Wet­ter. Die Azoren sind eine abgeschiedene Welt, fern vom europäischen Festland und doch Teil von Europa. Ihr Symbol ist der ewig wolkenverhangene Pico, der höchste Berg Portugals, der sich - 1500 Kilometer vom portugiesischen Mutterland entfernt - 3000 Meter aus dem Meer erhebt. Hier, wo der Golfstrom zum ersten Mal nach tausenden von Kilometern von Ame­rika kommend auf den euro­päischen Kon­tinent trifft, konnte sich eine einzigartige Tier und Pflan­zen­welt er­­halten.

Wir treffen auf den seltensten Vogel Europas, den Azoren-Pirol, auf 25 Me­­ter lange Finnwale, die im Ver­bund mit Delfinen und Vögeln Jagd auf die riesigen Sardinen­schwärme machen. Pottwale ziehen in den fischreichen Gewässern ihren Nachwuchs groß und Delfinarten paaren sich in riesigen Grup­pen. Winzige Schildkröten erreichen erschöpft nach einer monatelangen Reise mit dem Golfstrom endlich sicheres Land. Und wir stoßen in die Tiefsee vor, zu Tiefseewürmern, die ohne lebensspendendes Licht der Sonne auskommen.

P/D 2008, Regie: Florian Guthknecht, 45min

HELGOLAND - INSEL IM STURM

Mitten in der Nordsee liegt Helgoland, nicht nur in stürmischen Näch­ten Zufluchtsort tausender Zugvögel. Vor 100 Jahren begann hier mit der Gründung der Vogelwarte Helgoland die wissenschaftliche Erforschung des Vogelzuges. Nirgendwo sonst in Deutschland kann dieses Phänomen so gut beobachtet werden.
Über einen Zeitraum von zwei Jahren haben Robert Morgenstern und sein Team die Atmosphäre und die Geschichten Helgolands eingefangen und zu einem Porträt der Insel und seiner Bewohner verwoben. Die Urelemente und Stimmungen, wogende Wassermassen, das kräftige Farbenspiel des Abendrots, die Weite des Sternenhimmels über dem blitzenden Leuchtfeuer und das Rauschen der Vogel­schwär­me in der Nacht verleihen Helgoland einen ganz besonderen Zauber.

D 2012, R: Robert Morgenstern, 45min

Details

Thomas Miklautsch, Harry Putz, Florian Guthknecht, Robert Morgenstern

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