Rrrhythm in Pictures!

 
72 min.
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Ein federndes Sprungbrett, musizierende Haushaltsgeräte, eingerissene Wände, dazwischen Wortfetzen, blinkende Neonröhren, alte Bürodrucker. Es wird geschnitten, kontrastiert, verrenkt, von vorne bis hinten durchgeschüttelt, kurz: rhythmisiert. Ob der Film nun diegetisch oder mit den Mitteln des Films spezielle Betonungen oder eine Art von Musik erzeugt, das Spiel mit dem Rhythmus taucht in verschiedensten Facetten auf der Leinwand auf - und ist vor allem im Kurzfilm nicht wegzudenken.

Nicht zuletzt der Animationsfilm hat die rhythmische Verbindung (bis hin zur Verschmelzung) von Bild und Ton vorangetrieben; in "Rrrhythm in Pictures!" geht es jedoch um die Rhythmisierung anhand von gegenständlichen Bildern. Automatisch tauchen da Erinnerungen auf, von tanzenden Menschen oder Schlagzeugorgien, von einer hängenden Langspielplatte oder herunter zählenden Sekunden, von pulsierendem Herzschlag oder einem erbarmungslos tickenden Metronom. Tick, tack, tick, tack.

Zweckentfremdete Gegenstände, prägnante Sprache, pointierte Bilder-Symphonien: Das dreizehn Filme umfassende Programm konzentriert sich auf die rhythmischen Spielformen im Realfilm, bei dem Ton und Musik zumeist in der abgefilmten Welt erzeugt werden. Manchmal kommen die Geräusche aber auch von außen, entsteht der Rhythmus durch den Schnitt; und dann wird der Ton sogar einmal überhaupt weggelassen, um den Rhythmus einer vergnüglichen Balgerei ganz einfach mit den Augen "spüren" zu können.

Wann ist ein Film denn zu langsam? Oder zu schnell? Es ist keine leichte Aufgabe das herauszufinden - davon können Musiker ebenso wie Cutter wohl ein Lied singen. "Rrrhythm in Pictures!" ist nun ein Programm für alle, die den Rhythmus im Blut haben oder ihn finden wollen - und die Spaß daran finden, hin und wieder einfach genüsslich mit den Füßen mitzuwippen. Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrhythm!!!

On the Way to the Theatre We Egged a Trans-am
USA 2009, 3 min, Regie: Nathaniel Sullivan

All in All
Norwegen 2003, 5 min, Regie: Torbjørn Skårild

Music for One Apartment and Six Drummers
Schweden 2001, 10 min, Regie: Ola Simonsson, Johannes Stjärne Nilsson

passage à l´acte
Österreich 1993, 12 min, Regie: Martin Arnold

Star Escalator
Deutschland 1998, 4 min, Regie: Michel Klöfkorn, Oliver Husain, Musik: Sensorama

Showtime
Österreich 2006, 2 min, Regie: Selma Doborac

Amateur
Norwegen 2006, 3 min, Regie: Lasse Gjertsen

Devushka vertoliot (The Girl Helicopter)
Russland 2006, 1 min, Regie: Sergey Provorov, Galina Myznikova

Optinen ääni (Optical Sound)
Finnland 2004, 6 min, Regie: Mika Taanila

Dawn
Österreich/Deutschland 2007, 2 min, Regie: Björn Kämmerer

Hanasaari a
Finnland 2009, 12 min, Regie: Hannes Vartiainen, Pekka Veikkolainen

The Hills Are Alive
USA 2005, 7 min, Regie: Gregg Biermann

Österreich!
Österreich 2001, 4 min, Regie: Hubert Sielecki

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