Samostojatelnaja Zhisn (Ein unabhängiges Leben)

 FR, RUS 1992
99 min.
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Nachdem er beschuldigt wird, an der Vergewaltigung einer Schulkollegin beteiligt gewesen zu sein, verlässt Valerka in den 1950ern sein Heimatdorf im sibirischen Hinterland auf der Suche nach Arbeit (und einer unbekannten Tante). Seine Wanderung durch nebelige Landschaften wird zum Entwicklungsroman, in dem er mit Gesellschaftswandel und existenziellen Grundfragen konfrontiert wird. Mit seinem autobiografisch inspirierten Film Halte still – stirb – erwache über eine Nachkriegskindheit neben den sibirischen Straflagern hatte der Russe Vitalij Kanevskij 1990 für internationale Verblüffung gesorgt, mit Ein unabhängiges Leben schrieb er die Geschichte weiter, buchstäblich als kartografierte Erinnerung: Die fragmentarische Szenenfolge wird von einer Erzählstimme zusammengeschweißt und in einer scheinbar aus dem Nichts herüberwehenden Musik verankert. Eines der großen, unerfüllten Kinoversprechen seiner Ära – bis heute Kanevskijs letzter Spielfilm. (C.H.)

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Pavel Nazarov, Dinara Drukarova, Toshihiro Vatanabe, Elena Popova, Liana Ivania
Vitalij Kanevskij
Vitalij Kanevskij

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