Santiago Álvarez 1

 
Kurzfilm 
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Now (1965) s/w, 5 min
Cerro Pelado (1966) s/w, 35 min
Hasta la victoria siempre (Immer bis zum Sieg) (1967) s/w, 19 min
La guerra olvidada (Der vergessene Krieg) (1967) s/w, 19 min

"Gebt mir zwei Fotos, einen Schneidetisch und ein Musikstück; ­damit mache ich einen Film." Santiago Álvarez meinte das wörtlich, auch wenn's dann doch nie bei bloß einem Bilderpaar blieb. Siehe Now, sein Manifestwerk: viele Time-Ausrisse, ein paar Meter bewegte Bilder vor allem von Polizeigewalttaten in den USA, dazu Lena Hornes seinerzeit daheim verbotenes "Hava Nagila"-Cover "Now". Vertov goes Heartfield, cinema goes BOOOM! Stets bebt die Erde mit nackter Wut und brennender Sorge, wenn irgendwo auf der Welt Now durch einen Projektor läuft. Fünf Minuten, die eine ganze Kunst legitimieren. Ähnlich getrieben ist der Nachruf auf Che Guevara, Hasta la victoria siempre, den Álvarez auf El Jefes Geheiß in weniger als 48 Stunden gestalten musste, rechtzeitig für die Gedenkfeier auf der Plaza de la Revolución. Die Eile sieht man, und das macht nichts - man will sich ja an den Kanten und Scharten des Films schneiden, die Trauer über diesen Verlust spüren. (R.H. - Filmmuseum)

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