Filmkritiken
10/02/2013

SCHNELLE SCHNECKE BEIM AUTORENNEN

Wenn eine Ratte Chefkoch im Haubenrestaurant werden kann, warum sollte nicht auch eine Schnecke ein Autorennen gewinnen? Sichtlich inspiriert von Pixars „Ratatouille“, konstruierte Dreamworks nun eine etwas abwegige Geschichte rund um eine Gartenschnecke, die gerne an Autorennen teilnehmen würde. Die amerikanische Frohbotschaft für jedes Kinderzimmer – „Verfolge deinen Traum, egal wie absurd er ist!“ – nimmt interessante Formen als, als der Schneckenheld versehentlich in den Motor eines Rennautos gerät und dort Dioxide schnüffelt. Diese fahren ihm ein wie ein Fieberzäpfchen und verwandeln das Schleichtier in eine Mini-Rakete. Man könnte die Transformation als eine Art Doping bezeichnen, obwohl das sicher nicht die Message ist, die Dreamworks für sein Familienpublikum im Auge hatte.

Die Figuren-Animation ist im Übrigen reizend, wobei nicht ganz so einfallsreich und visuell vielfältig wie etwa die Zoo-Tiere in Dreamworks’ „Madagascar“-Franchise. Doch Rennschneck Turbo und sein spießiger Bruder geben zusammen ein wirklich witziges Paar ab.

Die gemeinsame Fahrt zum großen Autorennen beginnt sich ein bisschen zu ziehen, wie auch das Rennen selbst etwas von dem aberwitzigen Umstand geplagt wird, dass eine Schnecke zwischen Autoreifen überlebt. Egal – mit Kindern macht Turbo in jedem Fall Spaß.