Schöne, traurige Jungs - Kanadische Kurzfilme

 CAN 2003
Kurzfilm 
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Kanadisches Kurzfilmschaffen von jungen ambitionierten Filmemachern mit queeren Themen, das in all den präsentierten Fällen an einer Filmschule begonnen hat, `at its best`.

Eigenwillige Übermütter, grauenvolle Geburtstagspartys, normierte Vorortidentitäten, Familienidyllen mit dunklen Geheimnissen - all das zeichnet die zuckerlbunten und bis ins letzte Detail designten Entwürfe von Jamie Travis zu den teils recht abgründigen Erfahrungen in der Kindheit aus. Einiges davon sei sehr autobiografisch inspiriert, meint der Filmemacher. Das Verdrängte und Versteckte kommt in grellen Farben und Settings schräg demaskierend daher. Barbie-Doll-inspirierte Wohnlandschaften und Menschen, wohlangezogen und gut gekämmt, geben peu à peu ihre Ängste, Leidenschaften, Obsessionen zum Besten. Die aufgeräumte Fassade kriegt Risse: Wenn die perfekte Inszenierung für die Außenwelt ins Wanken gerät, zeigen sich dahinter wahre Abgründe.

Auch in Mark Parisellis Diplomfilm "After" geht es um geheime Leidenschaften, um die typische kanadische (nun ja, angloamerikanische) Nachmittagsgestaltung von Highschool Boys: Abhängen mit Freunden, die leuchtenden Footballstars der Schule und ihre schönen Körper begehrlich beim Training am Rasen beobachten. Dahinter zeigt sich jedoch bei aller farbenprächtigen Schönheit und Ruhe noch eine dunkle Komponente.

(Barbara Reumüller)

After

Mark Pariselli

CAN 2009, Digital, Farbe, 13 min, kein Dialog - Österreich-Premiere

The Armoire

Jamie Travis

CAN 2009, Digital, Farbe, 22 min, OF - Österreich-Premiere

The Saddest Boy in the World

Jamie Travis

CAN 2006, Digital, Farbe, 14 min, OF - Österreich-Premiere

Why the Anderson Children Didn`t Come to Dinner

Jamie Travis

CAN 2003, Digital, Farbe, 16 min, OF - Österreich-Premiere

Details

Mark Pariselli, The Armoire, Jamie Travis

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