Septem

 A 2006
100 min.
film.at poster

Der erste Langfilm des jungen österreichischen Regisseurs Michael Fandl ("Anna").

Sieben Menschen mit Problemen. Zwei Therapeuten. Eine einsam gelegene Berghütte. Und eine ganze Woche Therapie: anstrengend, aber heilsam. Eine hat Essstörungen. Einer Zwangsneurosen. Einer Suchtprobleme. Eine hat Panikattacken. Und einer trägt ständig sein Fotoalbum mit sich herum. Gruppendynamisch äußerst heikel, ist die explosive Mischung für die beiden Therapeuten fast eine Überforderung. Unerklärliche Dinge passieren.

Die Kameras, mit denen die sieben ihre Fortschritte dokumentieren sollten, zeigen rätselhafte Bilder von einem einsamen Haus. Irgendjemand hinterlässt tödliche Botschaften, jemand, der sie alle in ihren Schwächen und Ängsten ganz genau kennt. Und von neun Menschen auf der Hütte bleiben nur noch acht übrig... sieben... sechs...

Details

Nicolas Brieger, Elisabeth Krön, Daniel Jesch u.a.
Michael Fandl
Markus Stammen
Eva-Maria Rauber

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Endlich..
    ..ein österreichischer Film, dem man die Herkunft (im negativen Sinn) nicht sofort ansieht. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Septem nicht von einem beliebigen Hollywood-Streifen der Low Budget Kategorie. Was an Geld für Masken und Explosionen fehlte, wurde durch starke Dialoge, originelle Kamera und überraschende Wendungen wettgemacht.
    Herausgekommen ist ein Film, der von Anfang bis Ende nicht langweilig wird, wenn man sich wirklich darauf einläßt. Die Personen sind großteils sehr detailliert gezeichnet und werden in kleinen Nebenereignissen genau charakterisiert, so dass jede Ihrer Handlungen wirklich menschlich und nachvollziehbar wird. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, und stirbt am Schluß trotzdem (oder genau deshalb?). Einige der Feinheiten in Bildern und Worten fallen einem erst beim zweiten Mal ansehen, so detailliert wurde vieles ausgearbeitet.
    Die Schauspieler sind durchwegs glaubwürdig, obwohl einige, glaube ich, mit diesem Film ihr Debut gegeben haben. Die Dialoge sind manchmal sehr witzig und manchmal sehr berührend, und auch die obligaten Schrecksekunden fehlen nicht. Also alles da, was man erwarten kann. Und umso bemerkenswerter, als es sich hier wirklich um einen Very-low-Budget-Film handeln dürfte.

    Der Film ist gerade auf Video erschienen und ist es durchaus wert, auch zweimal gesehen zu werden. Also.. Popcorn her und los geht´s!

  • Septem
    Sieben Personen mit psychischen Problemen, zwei Therapeuten und eine einsame Waldhütte bilden die Grundlage für eine interessantes Erstlingswerk.

    Zwar wird die erste Hälfte dem versprochenen Genre eines "Thrillers" nicht ganz gerecht, doch dafür werden die Charaktere gut eingeführt. Da heißt es gut aufpassen, da nur kurz angesprochene/gezeigte Details für den späteren Verlauf wichtig sind.

    In der zweiten Hälfte geht es dann rasanter zu, vor allem die "Kühlschrankszene" jagt einem Schauer über den Rücken.

    Die Schauspieler sind gut ausgewählt, jede Rolle wirkt glaubwürdig (mal abgesehen vielleicht von der kleinen Wampe des ach so sportlichen Frank :-).

    Beide Daumen hoch für die Musik, die zwar unter der schlechten Soundanlage im Schikaneder-Kino leidet, aber die Stimmung im Film perfekt unterstreicht.

    Fazit: Knapp zwei Stunden gute Unterhaltung, daher hingehen - anschauen.

    Re:Septem
    Also visuell war der Film für eine nicht geförderte Produktion sehr professionell. Sehr schade nur das das Drehbuch - und leider auch so manche Szenen in inszenatorischer Hinsicht - ziemlich platt waren. Auch zieht sich die Handlung wie ein Strudelteig, 20 Minuten kürzer wär auch gut gewesen. Man geht aus dem Kino, bewundert die Macher bis zu einem gewissen Grad für das was sie selbstständig auf die Beine stellen konnten... Beeindrucken aber konnte mich der Film selbst nicht wirklich. Das liegt einerseits an der belanglosen Geschichte andererseits auch am mutlosen Schnitt und daran das kaum einer/eine der Schauspieler wirklich im Gedächtnis zurückbleibt. Eigentlich schade drum, denn das Rüstzeug wäre grundsätzlich da gewesen... So aber ist es halt irgendein "Unterhaltungsfilm" ohne besonderen Tiefgang und Unterhaltungswert welchen man auch sehr schnell wieder vergisst.