Simon, der Einäugige

 Brasilien 1952

Simao, a caolho

95 min.
film.at poster

Die 1949 gegründete Produktionsfirma Vera Cruz bleibt bis heute der ambitionierteste Versuch, in Brasilien eine Filmindustrie bzw. ein Studio nach Hollywood-Vorbild aufzubauen.

Zu den Kreativkräften, die man dafür ins Land holte, gehörte (neben dem österreichischen Schnittmeister Oswald Hafenrichter) der weltenbummelnde Altmeister Alberto Cavalcanti, der mit Simão, o caôlho zum ersten Mal einen Spielfilm in Brasilien realisierte. Und damit gleich eine der ungewöhnlichsten Produktionen der Vera Cruz: keine gehaltvoll-liberale Literaturadaption, keine studioprächtige Musikkomödie, sondern ein Volksstück, das vom Neo- wie vom britischen Realismus gebissen daherschwingt und dabei gelassen (über)sinnlich Politik, Soziales und Religion vermischt. Der Film hätte ein São-Paulo-Alternativentwurf zur Rio-dominierten Chanchada werden können - realiter ist er eines der bestgehütetsten Geheimnisse des brasilianischen Kinos.

Details

Mesquitinha, Yara Aguiar
Alberto Cavalcanti
Alberto Cavalcanti, Oswaldo Molles, Miroel Silveira

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