Special Warning

 USA 1974
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Los Angeles ist jede Stadt/egal welche Stadt/keine Stadt (für den Außenstehenden). Ein Motelzimmer ist jedes Zimmer/egal welches Zimmer/kein Zimmer, ein einfacher Innenraum. Die Tödlichkeit von Momenten, in denen sich nichts mehr rührt. Kontemplation, Abstand, Selbsthass, Selbstbetrachtung. Das Motelzimmer ist ein bekannter Raum, ein sicherer Hafen, aber ein provisorischer und kranker. Was es draußen gibt, ist entrückt durch seine Fremdartigkeit, inhaltsleer und verstörend. Was es drinnen gibt, ist wiederum zu ... Momente der Reflektion und Selbstvergessenheit beschwören Bilder herauf, die schlicht und klar erscheinen. Ablenkung, Verzerrung von Zeit und Raum, Momente der Abwesenheit, die von halbdeutlichen Erinnerungen durchsetzt sind. Irgendwie macht der Film ein verwirrendes, lustiges und bewegendes Drama aus diesen Überbleibseln von bedeutungslosen, vergessenen Erinnerungen, die wir uns nie mehr vergegenwärtigen. "Special Warning erzählt eher ein Gedicht denn eine Geschichte. Er deutet auf Empfindungen von Isolation, Ödnis, sexueller Schuld und Sünde; aber selbst solch strapaziöser Kummer kann etwas Humorvolles haben, wenn im Hintergrund Waldhörner zu hören sind." (Robert Nelson, 2006). Dieser Film ist Teil des Programms Falling Apart.

(Text: Viennale 2008)

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Robert Nelson

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