SPURENSUCHE GEGEN DAS VERGESSEN


Zuerst hat die Mutter nur das Weihnachtsgeschenk vergessen, aber bald auch Mann, Kinder und Eigenheim. Behutsam und zärtlich – bis hin zu Betulichkeit – nähert sich der deutsche David Sieveking („David Wants to Fly“) seiner Mutter Gretel an, die an Alzheimer erkrankt ist und deren Demenz die eigene Lebensgeschichte dem Vergessen anheim gibt. Umso intensiver befasst sich der Sohn mit der Biografie seiner Mutter, forscht in Archiven und macht erstaunliche Entdeckungen: Gretel Sieveking hat eine linksradikale Vergangenheit, führte eine offene 68er-Ehe und gründete eine feministische Frauengruppe. Während Sieveking den anstrengenden Alltag mit der Mutter tagebuchartig mit der Kamera verfolgt, vertieft er die Spurensuche mit alten Fotos aus dem Familienalbum. So gibt er seiner Mutter ihre (vergessene) Geschichte zurück und erzählt dabei von seiner eigenen Begegnung mit einer Frau, die er selbst neu kennen gelernt hat.
Vergiss mein nicht (2012)

Vergiss mein nicht (2012)

D 2012
Dokumentation
22.03.2013
David Sieveking
David Sieveking dokumentiert liebevoll und mit zärtlicher Distanz die Alzheimer-Demenz seiner Mutter.
7.60

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