STALLONE KENNT KEINE GNADE

Ein echt bezaubernder Auftragskiller also, der zwar brutal mordend durch New Orleans zieht, aber unschuldige Zeugen am Leben lässt. Auch wenn sie gegen ihn aussagen könnten. Als er bei einem Auftrag solcherart eine Frau (jung, schön, nackt) verschont, ist am nächsten Tag sein Partner tot. Diesen zu rächen zieht er aus und tut sich gezwungenermaßen mit einem smarten Polizisten zusammen: Cop und Killer bilden ein Duo, das die wahren Mörder jagt. Der Cop hält die Moral hoch, indem er dauernd droht, den Killer am Ende des Falls noch zu verhaften. Der Killer wiederum hält die Moral hoch, indem er dem Cop immer wieder das Leben rettet (mordend selbstverständlich).

„Shootout – Keine Gnade“ ist wie aus den 80er-Jahren herübergebeamt. Der Film versucht erst gar nicht, seinen Star an 2013 anzupassen. Er tut einfach so, als wäre es immer noch 1986, als Actiondialoge noch kurz und bündig waren und Prügeleien ehrlich. Und für 91 Minuten herrscht daran echt kein Zweifel. Die Geschichte, basierend auf einer französischen Graphic Novel von Alexis Nolent, ist zwar derart simpel, dass sie auf einen Bierdeckel passt. Aber Actionhandwerker Walter Hill, dem wir Filme wie „Nur 48 Stunden“ oder „The Warriors“ verdanken, inszeniert Witz und Wumm so elegant, dass der Film bei aller Simplizität großen Spaß macht. Und wie der alte Haudegen Stallone am Ende die lange Axt schwingt, ist wieder großes Actionkino.

Shootout - Keine Gnade

Shootout - Keine Gnade

USA 2012

Bullet to the Head

Thriller, Krimi, Action
08.03.2013
Walter Hill
Bei der Suche nach Mördern sind ein Polizist und ein Killer plötzlich aufeinander angewiesen. Die Grenzen zwischen Verbrecher und Cop sind manchmal sehr schmal.
5.70

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