Filmkritiken
03/07/2014

STARBESETZT VOM HOTELPAGEN BIS ZUR GRÄFIN

von Alexandra Seibel

Als 84-Jährige mit schiefen Zähnen ist sie kaum zu erkennen. Doch tatsächlich: Es ist Tilda Swinton, die einen kurzlebigen Auftritt absolviert. Überhaupt besteht Wes Andersons schräge Komödie aus einem Who’s who der internationalen Schauspielgarde. Noch die kleinste Rolle ist prominent besetzt – von Willem Defoe bis – jawohl, Karl Markovics. Inspiriert von den Werken Stefan Zweigs, erzählt Anderson von der Belegschaft eines Grandhotels irgendwo in Osteuropa vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Zentrum steht Ralph Fiennes als umtriebiger Conçierge, der einen Kunstraub begeht. Mit feinem Humor und symmetrisch komponierten, detailverspielten Bildern entwirft Anderson seine Welt von Gestern zwischen Ironie und echter Anteilnahme.

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Der Film erzählt im typischen Wes-Anderson-Stil vom legendären Concierge eines berühmten europäischen Hotels in der Zwischenkriegszeit.