RJ Mitte ist tot: „Breaking Bad“-Schauspieler wurde nur 34

Walter, Skyler und Walter Jr. stehen ernst in einem Raum.
Er verkörperte in der Kultserie Walter Whites Sohn und war in diversen anderen Serien und Filmen zu sehen.

Der vor allem durch die preisgekrönte Fernsehserie „Breaking Bad“ bekannt gewordene Schauspieler RJ Mitte ist tot. Er starb im Alter von 34 Jahren, wie die Vertreter des Schauspielers am Montag der Nachrichtenagentur AFP in einer Erklärung mitteilten. Die Todesursache des 34-Jährigen, der mit Zerebralparese lebte - einer Bewegungsstörung, die auf eine frühe Hirnschädigung zurückgeht -, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Als Jugendlicher hatte Mitte 2008 seinen ersten Auftritt als Walter White Jr. in „Breaking Bad“ als Sohn des Chemielehrers und späteren Drogenbosses Walter White. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen mit Zerebralparese „verlieh Mitte der Rolle Authentizität und schuf eine Plattform für das Bewusstsein für Behinderung und Inklusion“, hieß es in der Erklärung. „Breaking Bad“ lief zwischen 2008 und 2013 über fünf Staffeln und wird regelmäßig als bahnbrechende Fernsehserie gefeiert. Sie wurde von der „New York Times“ als beste Fernsehserie des 21. Jahrhunderts bezeichnet.

Inzwischen hat sich auch Mittes Serien-Vater Bryan Cranston zu Wort gemeldet und seiner Trauer Ausdruck verliehen:

Setzte sich für Menschen mit Behinderung ein

Der Schauspieler nutzte seine Karriere in Hollywood, um sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Er war Botschafter der Organisationen „United Cerebral Palsy“ und „Shriners Children's“ und leitete seine eigene gemeinnützige Stiftung, die „Mitte Foundation“. Diese Stiftung unterstützt verschiedene philanthropische Initiativen und setzt sich dafür ein, Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung zu bekämpfen.

Neben seiner Rolle in „Breaking Bad“ war RJ Mitte auch in den Serien „The Guardians of Justice“ und „Switched“ sowie in den Filmen „The Recall“ und „The Oak Room“ zu sehen. Er stand kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Films, „Talking to Strangers“, für den er noch vor wenigen Tagen Werbung gemacht hatte.