Neuer Missbrauchsvorwurf gegen Timothy Busfield erhoben

Porträtfoto von Timothy Busfield bei Pressetermin
Der US-Schauspieler soll vor einigen Jahren eine 16-Jährige missbraucht haben.

Gegen den bereits inhaftierten Timothy Busfield (68) ist ein neuer Vorwurf publik geworden. Nur einen Tag, nachdem sich der US-amerikanische Schauspieler der Polizei in Albuquerque gestellt hatte, wird bekannt, dass der "The West Wing"-Darsteller vor Jahren auch ein damals 16-jähriges Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Das geht aus einem Antrag auf Untersuchungshaft hervor, der dem "People"-Magazin vorliegt.

Der Vater des mutmaßlichen Opfers, Colin Swift, meldete sich laut Gerichtsdokumenten am 13. Januar bei den Ermittlungsbehörden. Seine Tochter sei bei einem Vorsprechen an einem Theater in Sacramento von dem Schauspieler geküsst worden. Außerdem habe er ihr in die Hose gegriffen und sie im Intimbereich berührt, so der Vorwurf. Das B Street Theatre hatte Busfield 1986 selbst gegründet, damals noch bekannt als Theatre for Children, Inc.

Timothy Busfield bat angeblich um Therapie

Der Vater des Mädchens berichtete den Behörden zudem, dass Busfield die Familie damals angefleht haben soll, den Vorfall nicht bei der Polizei anzuzeigen - unter der Bedingung, dass er stattdessen eine Therapie mache. Swift, selbst Therapeut, habe dies zu jenem Zeitpunkt für den richtigen Weg gehalten.

Busfield, der mit Schauspielerin Melissa Gilbert (61) verheiratet ist, war am 13. Januar festgenommen worden. Dem 68-Jährigen wird vorgeworfen, sich erstmals vor mehreren Jahren an heute elfjährigen Zwillingen sexuell vergangen zu haben. Die Jungen sollen den Schauspieler am Set der Serie "The Cleaning Lady" kennengelernt haben, bei der Busfield ab der zweiten Staffel 2022 Regie führte.

Schauspieler beteuert seine Unschuld

Vor seiner Festnahme veröffentlichte Busfield ein Video, in dem er die Vorwürfe vehement bestritt. "Ich habe diesen kleinen Jungen nichts angetan", erklärte er in dem Clip, der "TMZ" vorliegt. Er werde mit seinem Anwaltsteam kämpfen und sei sich sicher, freigesprochen zu werden, da alles "Lügen" seien.

Die Staatsanwaltschaft sieht das offenbar anders und beantragte, den Schauspieler bis zum Prozess in Untersuchungshaft zu behalten. In dem Antrag heißt es, Busfields Verhalten zeige ein Muster räuberischen Verhaltens, das eine ernsthafte und anhaltende Gefahr darstelle, heißt es bei "People".