Studs Lonigan

 USA 1960
film.at poster

Chicago, um 1920: Studs Lonigan, Sohn irischer Einwanderer, zieht mit
seiner Gang durch die Straßen und Pool-Hallen. Eine unglückliche erste
Liebe. Alkohol. Eine neue Chance.

Schwarzweiß
Chicago, um 1920: Studs Lonigan, Sohn irischer Einwanderer, zieht mit
seiner Gang durch die Straßen und Pool-Hallen. Eine unglückliche erste
Liebe. Alkohol. Eine neue Chance.
Ein Film, der mich beim Drehen von Studs Lonigan beeinflußte, war
Federico Fellinis I Vitelloni, nicht nur bei der Party-Sequenz, sondern
überhaupt bei der Darstellung der Einsamkeit und Kärglichkeit des Lebens
dieser Jungen. Die Außenseiter bleiben, sich in die Gesellschaft nicht
eingliedern können und in die Welt der Erwachsenen mit all ihren
Konventionen nicht hineinfinden. (Irving Lerner)
Es ist vor allem Irving Lerners Bildsprache, die den Film Studs Lonigan so
außergewöhnlich macht. Wenn die Kamera den Streit von Studs Eltern
verfolgt, indem sie wie der Schiedsrichter eines Tennismatchs von einem
zum anderen springt. Oder wenn ein politischer Kommentator zur großen
Depression vor einer großen Menge spricht und alles, was wir sehen, ein
Meer von Regenschirmen ist - und nichts darunter. Oder wenn Studs nach
dem Besuch eines Varietés eine sympathische Lehrerin aufsucht. Er ist so
aufgedreht, daß er sie als Stripperin phantasiert. (...) Die Schlußszene des
Films, als Studs wieder mit seinem «Sweetheart» zusammen ist, ist die
beste des ganzen Films. Sie hat ihn verlassen, nachdem er ihr ein Kind
gemacht, es aber nicht über sich gebracht hatte, sie zu heiraten. «I gotta
love you», redet er auf sie ein «I gotta love you.» Unmittelbar darauf
blendet der Film aus. (Ethan Mordden)

Details

Christopher Knight, Frank Gorshin, Venetia Stevenson, Carolyn Craig, Jack Nicholson u.a.
Irving Lerner
Philip Yordan nach einem Roman von James T. Farrell K J. Arthur Feindel,

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Re:not this film!
    Ignorant! Der Film ist seiner Zeit in der Bildsprache um einiges voraus, und ist doch ganz Kind seiner Zeit: obwohl der Roman aus den 30er Jahren ist und in den 1920er Jahren spielt, transportiert er, weit mehr als andere zeitgenössische Filme (z.B. The Subterraneans, All the Fine Young Cannibals), das Lebensgefühl der Beatnik-Generation. Weitere dicke Pluspunkte: die innovative Kameraarbeit der späteren New-Hollywood-Ikone Haskell Wexler, die jazzig-coole Filmmusik (einer der ersten Scores des großen Jerry Goldsmith!) und den ganz jungen Jack Nicholson in einer seiner ersten größeren Rollen. Ein zwar ruhiger, aber mehr als sehenswerter Film -wenn man ihn überhaupt noch irgendwo zu sehen bekommt..!