Konfrontation zwischen den Hauptdarstellern.

© Constantin

Filmkritiken
11/26/2015

Ein ehemaliger Schulkollege als Stalker

Wenn ein scheinbar glückliches Yuppie-Pärchen in sein neues Designerhaus einzieht, ist ein unheimlicher Stalker oft nicht weit. Man denke nur an Stalker-Thriller aus den 90ern wie "Fremde Schatten", in dem Michael Keaton seine adretten Vermieter (fast) ruinierte.

Der patente Schauspieler-Regisseur Joel Edgerton hatte wohl ähnliche Vorbilder im Sinn, als er sich die Rolle des potenziellen Verfolgers auf den Leib schrieb. Er spielt Gordo, "the Weirdo", der seinem Ex-Schulkollegen (Jason Bateman) und dessen junger Frau (Rebecca Hall) im sonnigen L.A. plötzlich Überraschungsbesuche abstattet. Zuerst verläuft alles noch relativ amikal, doch dann erscheint der neue "Hausfreund" immer dubioser. Edgerton gelingen einige effektvolle Schockmomente, verzettelt sich aber im letzten Drittel in etwas zu weitschweifigen Auflösungen. Trotzdem: Solide Spannung.