Filmkritiken
11/05/2014

TOBIAS MORETTI AM RANDE DES WAHNSINNS

"Ich heiße Simon Dallinger. Ich werde bald 23. Und ich lebe in einem Irrenhaus.“ Das sagt sich schnell dahin, doch lebt sich umso schwieriger. Zumal es sich nicht um den üblichen Familienwahnsinn handelt, den Kinder mit ihren Eltern typischerweise erleben, sondern um eine massive Geisteskrankheit. Es ist der charismatische Vater, der an Schizophrenie leidet und die ganze Familie in Angst versetzt.

Tobias Moretti spielt den Mann am Rande des Wahnsinns mit gefährlichem Glitzern in den Augen. Wenn er durchs Haus tigert, weiß man nie, ob er nicht im nächsten Moment mit der Spitzhacke ums Eck biegt. Doch Christian Bach interessiert sich in seinem schnörkellosen Debütfilm nicht allzu sehr für die Krankheit. Stattdessen erzählt er ein schönes, letztlich aber recht konventionelles Coming-of-Age-Drama aus der Sicht des Sohnes.

Simon hat einen Vater, der sich seltsam verhält: der Mann (Tobias Moretti) leidet an Schizophrenie und macht durch seine Krankheit das Familienleben unberechenbar.