Tschelovek s kinoapparatom

 1929
80 min.
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Kein anderer Film hat jemals in ähnlich rauschhafter Begeisterung das eigene Medium gefeiert und dargestellt.

Indem Dziga Vertov das Filmen filmt und so gewissermaßen beständig hinter dem Entstehen des eigenen Films herjagt, vereinigt er die tollkühnsten Meriten der Avantgarde mit dem Tempo eines Chaplinschen Chase Movie und der hymnischen und reflektierten Darlegung des Kompendiums aller Möglichkeiten des (stummen) Kinos. Vertov zeigt die sich dem Zuschauer zuwendende Kamera und unmittelbar darauf die Dinge, wie sie in und durch die Optik der Kamera erscheinen; er filmt den Operateur beim schwindelerregenden Versuch, das Chaos des Lebens einzufangen, den Schneidetisch, das Labor, den Kinosaal, das Publikum beim Betrachten des Films, kurzum das Totum des Bezugsfelds Welt - Filmschöpfung - Rezeption. Darüber hinaus ist Tschelovek s kinoapparatom eine futuristische Liebeserklärung an den Rhythmus der Stadt, des Lebens, des Films. (Harry Tomicek)

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Dziga Vertov
Dziga Vertov

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