Filmkritiken
02.04.2014

URLAUB IN TENERIFFA STATT SELBSTMORD AUF DEM HOCHHAUS

Nick Hornbys beißend-schwarze Brit-Satire von 2005 verflacht unter der Regie des Franzosen Pascal Chaumeil zu einem heiter-besinnlichen Tragikomödchen in Starbesetzung.

Zur größten (unliebsamen) Überraschung zählt dabei wohl das bleiche Spiel von Aaron Paul, dem genialen Drogenkoch-Sidekick aus der TV-Serie "Breaking Bad".

An einem kalten Silvesterabend treffen sich vier Lebensmüde zufällig auf dem Dach eines Hochhauses, um ihrer irdischen Existenz ein Ende zu setzen. Da sie sich in so zahlreicher Gesellschaft befinden, verschieben sie das tödliche Vorhaben auf den Valentinstag und fahren stattdessen gemeinsam auf Urlaub. Im Verlauf der Erzählung bekommt jeder eine Vorgeschichte aufgebürdet – allen voran Pierce Brosnan, der einen abgewrackten Frühstücks-TV-Moderator in der Frühpension spielt. Tatsächlich kann kein Schicksal dem "Bond"-Charmeur etwas anhaben. Einzig Toni Collette als Mutter eines behinderten Sohnes entwickelt glaubwürdig Drama. Der Rest des Clubs trägt höchstens eine Träne im Knopfloch.