Filmkritiken
07/23/2014

VÖLKERVERSTÄNDIGUNG IN EINER MULTIKULTI-FAMILIE

Treffen sich ein Araber, ein Jude und ein Chinese. Fragt der Araber den Juden: "Magst du Schwarze?"

Klingt wie der Anfang eines altbekannten Witzes, ist aber ein neuer Film – und zwar ein recht fröhlich-französischer über Versuche zur Völkerverständigung innerhalb einer einzigen Multikulti-Familie. In Frankreich wurde solch Komödienstoff prompt zum Millionenhit.

Monsieur Claude bekommt gleich drei Immigranten als Schwiegersöhne seiner drei Töchter. Weshalb zu Weihnachten auch drei verschiedene Puten gebraten werden müssen: chinesisch, koscher und Halal. Als dann auch noch Tochter Nummer vier mit einem Afrikaner (immerhin katholisch, aber schwarz) als Schwiegersohn ankommen will, ist die ohnehin mühsam zurechtgepegelte korrekte Toleranz am Ende, droht der Familienfrieden endgültig zu kippen.

Launig erzählt die muntere Rassismus-Satire von Heiligkeiten und Scheinheiligkeiten einer Familie und tut dabei niemandem wirklich weh. Ein Feelgood-Movie für Toleranz.

Monsieur Claude und seine Töchter

— Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?

Die Geschichte des konservativen Ehepaars Claude und Marie Verneuil, das allmählich an der Partnerwahl seiner Töchter verzweifelt.