Filmkritiken
08/15/2013

VON REICHEN UND DOOFEN

Fünf Mal sollen sie in Paris Hiltons Villa eingebrochen haben, die es ihnen aber auch leicht machte: Typisch Paris, hatte sie ihren Hausschlüssel unter der Türmatte „versteckt“. Also spazierten die fünf gelangweilten Kids aus Beverly Hills einfach rein in die gute Villen-Stube und nahmen sich, was sie wollten: Prada-Taschen und Louboutins, Schmuck und Kleider.

Dem „Bling Ring“, einer nach Glamour süchtigen Teenie-Gang in Los Angeles, die 2008 und 2009 dort ihr Unwesen trieb, hat Starregisseurin Sofia Coppola hier ein zweifelhaftes Denkmal gesetzt: In „Täglich grüßt das Murmeltier“-Manier lässt sie ihre unsympathischen Protagonisten immer wieder in Promi-Villen eindringen, dort etwas mitgehen und dann feiern: mit fetten Beats und viel Koks in den angesagten Clubs der Stadt. Spätestens nach dem dritten Einbruch wird das fad, der Film dreht sich im Kreis. Wirklich cool ist nur die Musik, die von basslastigem Clubsound bis zu Sleigh Bells, Chris Brown und Frank Ocean reicht. Der schwächste Sofia-Coppola-Film seit Langem.