Filmkritiken
29.01.2014

WENN EINE ALTE LIEBE SCHÄBIG GEWORDEN IST

Der 30. Hochzeitstag fängt nicht gut an. Die erste große Krise bricht aus bei der Farbe Beige: In einem beigen Hotelzimmer will Meg nicht absteigen. Ihr Mann Nick kann gerade noch ins Taxi hineinspringen, in dem seine Frau davonfährt. Nächster Halt: das Fünf-Sterne-Luxus-Hotel. Doch auch der Glamour der neuen Umgebung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine alte Liebe schäbig geworden ist. Ein britisches Pärchen in den sogenannten besten Jahre in Paris.

„Notting Hill“-Regisseur Roger Michell bemüht sich um eine subversive Kombination von britisch-nüchternem Komödien-Humor und der Verspieltheit französischer Nouvelle-Vague-Filme. Mit durchwachsenem Erfolg. Der immer unterhaltsame Jim Broadbent spielt seinen frühpensionierten College-Professor mit dem Gesichtsausdruck eines zerzausten Käuzchens. Lindsay Duncan als frustrierte Ehefrau wirkt in ihrer prüden Unzufriedenheit öfter kapriziert als reflektiert.

Richtig Tempo macht erst eine Zufallsbegegnung mit Nicks Ex-Kollegen: Den spielt Jeff Goldblum, und der ist hysterisch-komisch.