Filmkritiken
21.01.2015

WENN JEDER WITZ EINEN SCHNURRBART HAT

Johnny Depp darf sich wieder einmal verkleiden: Als dubioser Aristokrat Charlie Mortdecai, der für den britischen Geheimdienst MI5 ein verschollenes Goya-Gemälde auftreiben soll.

Erstaunlich ist dabei, wie die A-Schauspieler Johnny Depp, Ewan McGregor, Gwyneth Paltrow, Paul Bettany oder Jeff Goldblum in dieser hanebüchenen Agenten-Story wie Abziehbildchen untergehen. Dass es in der Geschichte eigentlich um Nazigold geht, wird zum Beispiel zwischendurch einfach vergessen. Dafür hastet man rund um den Erdball von Schauplatz zu Schauplatz, und langweilt sich dennoch.

Da können auch die lahmen Witzchen über Charlies lächerlichen Schnurrbart nichts mehr retten. Der Running Gag mit Gwyneth Paltrow als angewiderter Gattin hält nicht einmal einen Film lang. Man ist versucht zu hoffen, dass die Macher von "Mortdecai" nicht auf die Idee kommen, die gesamte eigentlich witzig-anarchische Trilogie des Autors Kyril Bonfiglioli zu verfilmen.