Youki 15: Das Rudel. Fanrausch, Fußballfanatismus

 
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Das Rudel

(R: Alexander Schimpke, DE 2009, OmeU, 48')
Das Rudel zeigt ein Fußballspiel aus ungewohnter Perspektive, im Fokus steht nicht der Rasen, sondern die Fankurve dahinter. Den Spielstand im Ostderby zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden erkennt man nur an den Minen der Fans und den gelegentlichen Durchsagen des Stadionsprechers.

Regisseur Alexander Schimpke beschreibt mit seiner Dokumentation die Subkultur der Ultras, dazu begleitet er die Union-Ultras vom "Wuhlesyndikat" an einem Spieltag. Der Film lebt von den auf der Tribüne gezeigten Emotionen und den Gesängen der Fans. Auf eine Einordnung der Bilder verzichtet der Regisseur fast vollständig, einzig eine Stimme aus dem Off liefert Zusatzinformationen und versucht, die Motive der Ultras zu veranschaulichen. Da sich die Aussagen leicht unterscheiden, handelt es sich dabei wohl um Gesprächsfetzen aus diversen Interviews. Die fehlende Einordnung des Sprechers unterstreicht die Grundaussage des Films: viele unterschiedliche Stimmen gehen in einer gemeinsamen Subkultur auf. (ballesterer fm)

Mit einer Einführung von Reinhard Krennhuber & Jakob Rosenberg (ballesterer).
In Anwesenheit von Stefan Hupe (Wuhlesyndikat, Union Berlin).

Reinhard Krennhuber ist Gründer des ballesterer, für den er unter anderem von der WM in Südafrika, der EM in der Ukraine und Polen sowie vom Confed-Cup in Brasilien berichtete. Weitere Publikation für FAZ, Die Presse, Wiener Zeitung, ZDF Online, 11Freunde und Datum. Außerdem ist Krennhuber Co-Autor des Blau-Weiß-Linz-Buchs "Erstmals zurück".

Jakob Rosenberg ist Chefredakteur des Fußballmagazins ballesterer. Als gelernter Politikwissenschafter unterrichtete er von 2007 bis 2012 an der Universität Wien, gemeinsam mit Georg Spitaler veröffentlichte er 2011 das Buch "Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus".

Stefan Hupe Ich bin 29 Jahre alt, Student (Master Bildungsmanagement), gebürtiger Berliner. Der Fussball und Union wurden mir quasi in die Wiege gelegt, da sich schon meine Eltern bei Union kennengelernt haben. So erlebte ich mein erstes Spiel wohl schon im Kinderwagen, Flucht ausgeschlossen. Als der Ultragedanke in Deutschland aufkam, spielte Union teilweise vor nicht einmal 1000 Zuschauern. Die Fanszene war leicht überschaubar, sodass man sich als junger Mensch auch dieser kaum entziehen konnte. So waren meine Schwester und ich auch Gründungsmitglieder des Wuhlesyndikats im Jahr 2002. Die Gruppe ist die größte und führende Ultragruppe bei Union. 2006 wurde mit dem Teen Spirit Köpenick (TSK) eine eigene Jugendgruppe ins Leben gerufen um 'Ultra' bei Union zu fördern und in der immer größer werdenden (jungen) Fanszene die Spreu vom Weizen zu trennen. Während meine Schwester irgendwann ausschied, blieb ich bis heute dabei und habe in der Gruppe auch schnell "Führungsaufgaben" übernommen. Ansich ist die Gruppe basisdemokratisch organisiert. Neben vielen anderen Aufgaben habe ich die Gruppe in den letzten fast 12 Jahren unter anderem auch bei Treffen von Fanorganisationen wie ProFans oder auf Fankongressen vertreten. Im letzten Jahr haben wir die Aktion 12:12, welche auch über die Grenzen hinweg für Aufsehen sorgte, initiiert und maßgeblich mitgestaltet.

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