Yume (Dreams)

 J 1990
119 min.
film.at poster

Acht Versionen, wie Kino aussieht, das Visionen erträumt. Yume mag den enttäuschen, der sich eine Umsetzung des Schwebenden, Mehrdeutigen der "Traumsprache" in filmische Sprache erwartet. Statt dessen eine Suite handfester, poetischer Kurzfilme, mit deren Hilfe der Künstler durch Ängste, Sehnsüchte, Erfahrungen seines Lebens reist, um sich selbst in wechselnden Gestalten eines Knaben, Jünglings, gereiften Mannes in Traum-Kontexten zu begegnen. Mit dem Mut eines kindlich gebliebenen Reiters treibt der acht Jahrzehnte alte "Tenno" Kurosawa den mit naiver japanischer Künstlichkeit und moderner Tricktechnik gezäumten Gaul Kinematographie dazu an, in den Raum der Imagination überzusetzen. Das Leben - ein Traum. Der Traum - ein Leben. Bestückt zuerst mit Fabelwesen und Feen, dann mit Ausgeburten des Todes und Chimären der Endzeit. Bildfolgen wie bunt strahlendes Märchentheater wechseln mit fahlblau beklemmender Düsternis und brutal grellen Primärfarben der Qual. "Das Dorf der Wassermühlen", der achte und letzte Teil, ist das lang ausgemalte utopische Bild einer Welt, in der Mensch und Natur in Einklang stehen und selbst das Sterben in Heiterkeit erfolgt. Das Paradies, noch nicht verloren. Und doch nur ein Wunschtraum. Melancholie. (filmmuseum)

Details

Terao Akira, Nakano Toshihiko, Baisho Mitsuko, Ryu Chishu, u.a.
Kurosawa Akira

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